ILIAS Konferenz
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Programm
Auf dieser Seite finden Sie das Programm der diesjährigen ILIAS-Konferenz.
Navigieren Sie zwischen den Tagen mithilfe der entsprechend Buttons. Um weitere Details zu den Vorträgen zu erhalten, klicken Sie auf die jeweilige Karte (die Beschreibungen werden derzeit finalisiert).
Das Programm ist so gestaltet, dass es auch mobil aufgerufen werden kann. Mit Klick auf die Räume (Spaltentitel) klappen die enthaltenen Vorträge auf und zu. Oder Sie nutzen die nachfolgende Schaltfläche, um mit einem Klick alles auf- bzw. zuzuklappen.
Änderungen vorbehalten.
Präsentationen, die mit ** markiert sind, werden auf Englisch gehalten. Alle Englischsprachigen Vorträge im "Komplexraum" werden simultan ins Deutsche übersetzt.
Keynotes
Präsentationen
Lightning Talks
Workshops
10h00
Eröffnung der Konferenz
Präsentation 

Oliver Samoila, 1. Vorsitzender des ILIAS open source e-Learning e.V,
Yvonne Fischer, 2. Vorsitzende des ILIAS open source e-Learning e.V.
Um 10 Uhr startet offiziell die 26. Internationale ILIAS-Konferenz mit der typischen Begrüßung durch den Vorstand des ILIAS open source e-Learning e.V. sowie durch den Gastgeber: den Präsidenten der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg / Universität der Bundeswehr Hamburg
Begrüßung durch den Präsidenten der HSU
Präsentation 

Prof. Dr. Klaus Beckmann, Präsident der Helmut-Schmidt-Universität
Um 10 Uhr startet offiziell die 26. Internationale ILIAS-Konferenz mit der typischen Begrüßung durch den Vorstand des ILIAS open source e-Learning e.V. sowie durch den Gastgeber: den Präsidenten der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg / Universität der Bundeswehr Hamburg
10h30
Keynote 1
Keynote 

Prof. Dr. em. Wilfried Hesser, Helmut-Schmidt-Universität
Wir blicken zurück auf 25 Jahre ILIAS-Konferenzen.
Prof. Dr. em. Wilfried Hesser berichtet von der Erfolgsgeschichte von ILIAS an der HSU - von den Anfängen bis heute.
11h25
26 Jahre ILIAS
Präsentation 

Matthias Kunkel, Geschäftsführer ILIAS open source e-Learning e.V.
Weitere Informationen folgen.
12h00 - 13h30 Lunch
13h30
14h00
14h30
13h30 - 15h00
Keynote 2
Keynote 

Prof. Roberto Simanowski
Weitere Informationen folgen.
13h30
Von Tagen auf Stunden - ILIAS-Orchestrierung in der Praxis
Präsentation 
René Goebbels, Heinrich Heine Universität Düsseldorf
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Interessierte an Cloud-Native-Konzepten und IT-Automatisierung
- Teilnehmende sollten ein Grundverständnis der ILIAS-Architektur haben.
- Strategische Vorkenntnisse zu Skalierbarkeit und digitaler Souveränität erleichtern das Verständnis.
1. Die strategische Herausforderung
Manuelle, imperative Installationsprozesse bremsen die Digitalisierung oft aus; in unserem Szenario beanspruchte ein Setup mehrere Tage. Zugleich erfordern hohe Lastspitzen, verschärfte Compliance-Richtlinien (SecOps, SBOM) und das Ziel digitaler Souveränität eine moderne Betriebsstrategie. Diese muss konsequent auf Open Source und offene Standards setzen, um Abhängigkeiten zu vermeiden und die technologische Selbstbestimmung zu wahren.
2. Der Lösungsansatz: Deklarative Cloud-Native Strategie
Wir transformierten den Betrieb durch einen deklarativen Cloud-Native-Ansatz. Infrastructure as Code (IaC) und Configuration as Code (CaC) sichern die exakte Reproduzierbarkeit auf allen Ebenen. Durch die Nutzung offener Industriestandards für die Orchestrierung garantieren wir Interoperabilität und Unabhängigkeit von proprietären Ökosystemen.
Die auf Open-Source-Orchestrierung basierende Architektur bietet Hochverfügbarkeit und automatische Skalierung. „Security by Design“ wird durch automatisierte CVE-Scans und SecOps-Pipelines realisiert, die eine auditierbare Supply-Chain gewährleisten. Maximale Resilienz erreichen wir durch proaktives Monitoring, Backup-Strategien sowie die schnelle Wiederherstellung mittels standardisierter Kubernetes Helm Charts.
3. Messbare Ergebnisse & Nutzen
Die neue Infrastruktur verkürzte die Bereitstellungszeit drastisch von mehreren Tagen auf wenige Stunden. Architektonisch ist das System auf 1.000 parallele Zugriffe ausgelegt (Validierung läuft) und ermöglicht durch die Vollautomatisierung aller Arbeitsschritte bei Updates mit minimaler Downtime. Damit wurde die technische Basis für digitale Souveränität durch einen standardisierten, kontrollierbaren Open-Source-Stack geschaffen.
14h00
Digital Sovereignty in Action: ILIAS as a Strategic Knowledge Hub for Pan-European Projects
Präsentation 
Ilario Truppa, OC Group, Italy
Target group:
- ILIAS decision-makers, administrators, e-learning strategists, IT managers, conpetrers, ...
- anyone involved in platform selection or learning ecosystem design within public institutions, European-funded projects, or multinational organisations
In an era of increasing data vulnerability, Open Source is not just a technical choice—it is a political and strategic necessity. This speech analyzes how ILIAS serves as a pillar for "European Digital Sovereignty" through two distinct pan-European case studies: the DIAMETER project (Horizon Europe) and the Volt Academy.
Data sovereignty is not an abstract concept: it is the concrete condition that determines who controls an organisation's knowledge, how it is protected, and who it belongs to. At a time when Europe is redefining its digital priorities, the choice of learning infrastructure carries a weight that goes well beyond technical evaluation.
ILIAS enters this landscape with a positioning that exceeds the role of a traditional LMS. In its architectural flexibility, the platform can effectively function as a CMS— a management system for complex learning ecosystems, capable of organising content, structures, users, and processes in an integrated and governable way. Not a simple course container, but a knowledge governance tool.
This vision finds concrete confirmation in the Horizon Europe project DIAMETER, in which ILIAS was adopted not only as a learning environment but as a unified platform for the management and dissemination of project content — demonstrating how open source can simultaneously guarantee security, technological independence, and alignment with the transparency principles required by European funding programmes.
A second significant case is that of Volt Academy, a pan-European learning ecosystem built on ILIAS to meet the needs of a transnational political organisation. In this context, the choice of an open-source architecture was more than a technological preference: it was a necessary condition to ensure training consistency across different countries, management autonomy, and the protection of users' sensitive data.
The message we bring to this conference is straightforward: choosing ILIAS today does not simply mean choosing a good LMS. It means adopting an open, transparent, and sovereign model for learning management — a tool that transforms knowledge from an operational cost into a strategic asset, and that puts organisations in a position to truly govern what they know and how they share it.
14h30
Uni Q*öln: ILIAS als Kommunikations- und Schutzraum für queere Hochschulangehörige
Präsentation 
Kenji-T. Nishino, Universität zu Köln
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Interessierte an Inklusion, Diversität und Gleichstellung im Hochschulkontext
An der Universität zu Köln existierte bislang kein institutionalisierter Zusammenschluss queerer Mitarbeiter*innen. Vor dem Hintergrund einer gesellschaftlich zunehmenden Feindlichkeit gegenüber queeren Menschen und der Erkenntnis, dass auch Hochschulen von rechten Ideologien nicht unberührt bleiben, entstand der Wunsch nach einem schützenden, vernetzenden Ort. Auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten fand ein Gründungstreffen mit 37 Personen statt, bei dem im Rahmen eines Brainstormings Ziele und Ausrichtung des Netzwerks diskutiert wurden.
Als zentrale Voraussetzung für das Fortbestehen des Netzwerks kristallisierte sich die Frage nach Austausch, Kommunikation und Wissensmanagement heraus. An diesem Punkt entstand die Idee, einen dedizierten ILIAS-Bereich einzurichten, der drei Funktionen erfüllen sollte: als Kommunikationsmedium, als Dokumentationsraum und als Organisationswerkzeug. Der Beitrag beschreibt den Aufbau dieser Struktur, reflektiert, welche Kategorien in der aktiven Nutzung nachhaltig angenommen wurden und welche weniger, und zieht Schlüsse für die Weiterentwicklung der digitalen Vernetzung queerer und anderer Mitarbeiter*innengruppen an der UzK und darüber hinaus.
13h30
ILIAS im Stresstest – Finden Sie die Barrieren!
Präsentation 
Annett Giercke-Ungermann, katho nrw
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Nutzer:innen, E-Learning-Verantwortliche, Administrator:innen, Entwickler:innen im ILIAS-Kontext
- Menschen, die sich praxisnah mit der Barrierefreiheit ihrer Inhalte auseinandersetzen möchten
- Besonders angesprochen sind Personen, die bislang wenig Erfahrung mit systematischen Barrierefreiheitstests haben.
- niedrigschwelliger, anwendungsorientierter Einstieg in Tools und Prüfverfahren
Wie barrierefrei ist ILIAS wirklich? In diesem Beitrag wird das System einem interaktiven „Stresstest“ unterzogen – mit dem Ziel, typische Barrieren sichtbar zu machen und gemeinsam zu erkennen. Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis sind die Teilnehmenden eingeladen, selbst aktiv zu werden: Wo verstecken sich Barrieren? Was fällt sofort auf – und was erst auf den zweiten Blick? In kurzen interaktiven Sequenzen werden typische Problemfelder identifiziert, etwa unzureichend sichtbare Fokus-Indikatoren, mangelhafte Farbkontraste oder strukturelle Schwächen, die die Nutzung mit Tastatur oder assistiven Technologien erschweren.
Im Anschluss werden ausgewählte digitale Tools vorgestellt, mit denen sich solche Barrieren systematisch überprüfen lassen. Dabei wird deutlich, welche Aspekte automatisiert erkannt werden können und wo weiterhin eine manuelle Prüfung notwendig ist. Die vorgestellten Werkzeuge reichen von niedrigschwelligen Browser-Tools bis hin zu spezialisierten Analyse-Tools und werden im Hinblick auf ihren praktischen Nutzen eingeordnet. Der Beitrag verbindet interaktive Elemente mit konkreten Einblicken in die Testpraxis und möchte einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Barrierefreiheit schaffen. Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern die Wahrnehmung für Barrieren zu schärfen und die Teilnehmenden zu ermutigen, eigene ILIAS-Inhalte zu prüfen.
So entsteht ein praxisnaher Zugang, der zeigen soll: Barrierefreiheit ist kein abstraktes Regelwerk, sondern wird im konkreten Nutzungskontext sichtbar – und kann mit den richtigen Werkzeugen gezielt verbessert werden.
14h00
Mehr Augen für Barrierefreiheit in ILIAS: Automatisierte Checks mit Chrome-Tool
Präsentation 
Andreas Huth, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Programmierer:innen, Entwickler:innen, Ersteller:innen von ILIAS-Inhalten
- Keine Kenntnisse zum Nutzen des Tools vorausgesetzt
Barrierefreiheit ist ein allgegenwärtiges Thema. Vor allem im digitalen Raum muss zu jeder Zeit sichergestellt werden, dass körperliche Beeinträchtigungen der User keinen Einfluss auf die Vermittlung von Informationen haben.
Dies gilt besonders für die Online-Lehre. Ein LMS wie ILIAS wird ständig erweitert, verbessert, mit internen und externen Plug-Ins versorgt und mit individuellen Inhalten gefüllt. Die gesetzlichen Vorgaben für Barrierefreiheit immer im Blick zu haben ist eine ständige Aufgabe, sowohl für Programmierer: innen als auch für Ersteller: innen von Inhalten.
Innerhalb dieses Vortrages wird daher ein für Chrome geschriebenes Tool zur Prüfung von Barrierefreiheit vorgestellt, welches die Inhalte einer Seite scant und damit bei der Einhaltung dieser Vorgaben unterstützt.
Die Idee ein solches Tool zu entwickeln, entstand durch das geplante Update auf die neue ILIAS-Version der Fraunhofer-Gesellschaft. Da Barrierefreiheit auch hier eine zentrale Rolle spielt, sollte geprüft werden, inwiefern die neue Version die gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Dies gilt dabei nicht nur für das LMS selbst, sondern auch für sämtliche Plug-Ins und Erweiterungen sowohl von ILIAS Bereitgestellte als auch für Externe.
Barrierefreiheit ist bei ILIAS ein wichtiges Thema, welche bei der Entwicklung bereits umfangreich berücksichtigt wird. Jedoch gibt es immer Elemente bei denen auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist ob sie barrierefrei sind und daher leicht übersehen werden können. Dazu zählt unter anderem das Kontrastverhältnis von Texten und Elementen einer Seite auch wenn dieses klar definiert ist.
Erschwerend kann hinzukommen, dass die manuelle Prüfung von Vorgaben zur Barrierefreiheit ist nicht immer in vollem Umfang möglich.
Vor diesem Hintergrund wurde das Toll zum Barrierefreiheitscheck entwickelt, welches unter anderem den Quelltext einer Seite prüft und soweit eventuelle Fehler oder Auffälligkeiten aufzeigt. Dieses Tool ist eine benutzerfreundliche Unterstützung bei der Erstellung von neuen Inhalten oder zum Überprüfen bestehender ILIAS Seiten. Der Gesamtmehrwert ist vor allem die Zeitersparnis. Gerade für Vorgaben, welche auf den ersten Blick nicht offensichtlich erkennbar sind wie zum Beispiel ein ausreichender Kontrast oder leicht zu übersehende Kriterien wie die aussagekräftigen Bezeichnungen von Links auf einer ILIAS-Seite.
Im Verlauf des Vortrages wird dieses Tool anhand von Beispielen vorgestellt. Die Implementierung in Chrome so wie die korrekte Benutzung wird erläutert.
Dieses Tool ist vor allem ein Hilfsmittel, aber kein Ersatz für eine professionelle Prüfung. Die automatische Analyse der ILIAS-Seiten hat ihre Grenzen. Innerhalb des Vortrages wird deshalb auf den Leistungsumfang der automatischen Analyse durch das Tool näher eingegangen.
14h30
Befähigung statt Pflichtthema – Ein Rezept für barrierefreie Lerninhalte in ILIAS
Präsentation 
Andrea Schmitz, Heinrich-Heine-Universität-Düsseldorf
Kendra Grotz, Fachhochschule Dortmund
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Beratende in der Mediendidaktik oder Hochschuldidaktik
- Lehrende und Content-Erstellende
Barrierefreiheit endet nicht bei der Programmierung von ILIAS – vielmehr wird der Staffelstab weitergereicht an alle, die Lerninhalte erschaffen (z.B. Lehrende).
Manchen zeigen bei dem Themen Unsicherheiten oder Ermüdungserscheinungen, aufgrund der Komplexität und als weitere Anforderung neben den anderen großen Compliance-Themen. In diesem Kontext wurden Materialien an der Heinrich-Heine-Universität entwickelt, um Lehrende dabei zu unterstützen, ihre Materialien niedrigschwellig zu prüfen und schrittweise zu verbessern.
Sie verfolgen das Ziel, Barrierefreiheit zu entmystifizieren und als integralen Bestandteil guter Lehre verständlich und zugänglich zu machen. Bei der Entwicklung der Materialien wurden verschiedene Anlaufstellen für Studierende mit Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen der HHU einbezogen und die Inhalte abgestimmt. Der Ansatz orientiert sich am Universal Design for Learning (UDL) und bietet unterschiedliche Zugänge:
- einen strukturierten Leitfaden für die vertiefte Auseinandersetzung
- kompakte Übersichten für den schnellen Einstieg
- konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die direkte Umsetzung im Arbeitsalltag
Der Vortrag zeigt, wie mit einem empowernden Ansatz aus einem vermeintlich komplexen Thema ein handhabbares und motivationsförderndes Qualitätskriterium werden kann.
13h30 - 15h00
Start your Analytics Engine – Von der ersten Idee zur systematischen Modellierung von Learning-Analytics-Use-Cases in ILIAS
Workshop 
Dirk Heuvemann, TH Köln
Julia Geißler, Hochschule RheinMain
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Lehrende, Third-Space-Mitarbeitende, ILIAS-Administrator:innen und Hochschulverantwortliche mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen
- Interessierte an datenbasierter Lehr- und Organisationsentwicklung
Learning Analytics werden in der ILIAS-Community zunehmend diskutiert – bestehende Funktionen wie der Lernfortschritt, Kursstatistiken, die erweiterte Teststatistik oder Plugins zeigen das wachsende Potenzial. Doch wie entwickelt man daraus ein Analyseszenario, das technische Möglichkeiten und didaktische Fragestellungen von der ersten Idee an verbindet?
Hier setzt der Workshop an. Mit Arbeitsergebnissen aus der ILIAS Special Interest Group Learning Analytics führen wir die Teilnehmenden durch einen strukturierten Designprozess, der die Modellierung von Learning-Analytics-Use-Cases für ILIAS praxisnah erfahrbar macht.
Nach einem kompakten Input zu den Grundlagen – einem vereinfachten Dateninventar gängiger ILIAS-Objekte und ihrer Analysepotenziale, einer Übersicht zu Analysearten (deskriptiv, diagnostisch, prädiktiv) sowie einer schematischen Darstellung der Logik einer Analytics Engine – entwickeln die Teilnehmenden in Gruppen eigene Use Cases. Eine Analytics-Canvas führt sie dabei Schritt für Schritt: von der leitenden Entscheidungsfrage über die Auswahl relevanter ILIAS-Daten und geeigneter Kennzahlen bis hin zur Visualisierung, Interpretation und den Implikationen für Datenschutz und Ethik. Vorgefertigte Modellierungsbausteine, die typische ILIAS-Datenquellen und Analysemuster abbilden, unterstützen die Gruppenarbeit und machen den Datenfluss greifbar.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Welchen Zweck erfüllt die Analyse – und was bedeuten die Daten für die Nutzenden? Im Wrap-up werden die entwickelten Use Cases systematisch eingeordnet und als Bausteine einer integrierten Learning-Analytics-Strategie für ILIAS reflektiert. Die Ergebnisse fließen in die laufende Arbeit der SIG Learning Analytics ein und sollen Impulse für zukünftige Entwicklungen in ILIAS geben.
Der Workshop baut im weiteren Kontext auch auf das Transferprojekt POLARIS an der TH Köln (KI:edu.nrw) auf, das die Open-Source-Infrastruktur POLARIS prototypisch mit ILIASintegriert.
13h30 - 15h00
Annäherung an den Cyber Resilience Act als Open Source Community
Workshop 

Alexandra Tödt, leifos GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Entwicklerinnen und -Entwickler
- Betreiberinnen und Betreiber von Plattformen
Der CRA erweitert der CE-Kennzeichnung um Cybersicherheitsaspekte. Das Ziel ist die Verbesserung der Cybersicherheit in der EU. Viele digitale Produkte müssen CE-Kennzeichen erhalten. In diesem Workshop geht es um die Bedeutung der CE-Kennzeichnung, den Cyber Resilience Act (CRA), Pflichten für Hersteller und Verwalter sowie Konformitätsprozesse in Bezug auf ILIAS.
Der CRA enthält einige Kernkonzepte, die vorgestellt und dann anhand folgender Fragen diskutiert werden:
- Welche Anwendungsbereiche hat der CRA? Fällt ILIAS in den Anwendungsbereich?
- Welche Verantwortlichkeiten haben ‚Hersteller‘ und ‚Verwalter‘? Wer in der ILIAS-Community kommt für diese Rollen in Frage?
- Was sind die Umsetzungsfristen? Was sind die Meldepflichten? Was heißt das für ILIAS?
- Welche Produktklassifizierungen kommen für ILIAS in Frage? Wie leitet man daraus eine Art der Bewertung ab?
- Welche Akteure in der Community können bestimmt werden? Welche Pflichten leiten sich daraus ab?
- Was für Dokumentations- und Prozessanforderungen ergeben sich dann für die ILIAS Community?
15h00 - 15h30 Kaffeepause
15h30
16h00
16h30
15h30 - 17h00 (je 15 Minuten)
Compliance auf Autopilot: Automatisierte Qualifizierungszyklen in ILIAS durch SAP- und LDAP-Integration (Praxisbericht)
Lightning Talk 

Katharina Preuß, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst- und Wohlfahrtspflege
Ilias Spirou, leifos GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Administrierende, IT-Verantwortliche, Führungskräfte
- Technisches Fachwissen zu ILIAS ist empfehlenswert
Zehn Minuten, zwei Perspektiven: Gemeinsam präsentieren wir, wie eine ILIAS-Architektur das Compliance-Management von einer manuellen Last in einen automatisierten Selbstläufer verwandelt. Im Kern des Beitrags steht der Lauf einer Qualifizierungsmaßnahme. Wir beleuchten kurz und prägnant die technische und prozessuale Kette:
- Auslöser: Wie Benutzerdaten, Positionen und Org-Einheiten aus SAP und dem Active Directory nach ILIAS fließen und dort automatisch Aktionen auslösen.
- Automatisierung: Vorstellung der „Compliance-Maßnahme“. Wir zeigen, wie das System den Zyklus steuert – von der Erstschulung bis zur automatisierten Re-Zertifizierung vor Ablauf der Gültigkeit.
- Transparenz: Einblicke in das Dashboard für Dienstvorgesetzte. Wir demonstrieren, wie Führungskräfte ohne großen administrativen Aufwand den Qualifizierungsstand ihres Teams überwachen und Handlungsbedarf sofort identifizieren können.
Erfahrungen des Flipped Classroom Projekts für das Recht der Vertragsgestaltung und Allgemeine Geschäftsbedingungen
Lightning Talk 

Kai E. Wünsche, Hochschule Meißen
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Lehrende, Content-Ersteller:innen, Support-Mitarbeitende
- Menschen mit Interesse an didaktischem Austausch
Der Beitrag soll die Umsetzung des genannten Flipped Classroom Projekts zeigen und die Erfahrungen und das Feedback der Studierenden teilen. Für das genannte Thema gibt es 4 Online- und 4 Präsenzveranstaltungen im Wechsel. Die Online-Veranstaltungen werden asynchron (im eigenen Lerntempo) durchgeführt mit einer Mischung aus einem interactiv book (h5p) und dem Umfragewerkzeug von ILIAS. Die Umfrage dient dem simulierten Gespräch mit einer Lehrperson zwischen den einzelnen Videos (die das interactive book prägen). Die erste Onlineeinheit ist hingegen geprägt von einer Audiodatei, einem kurzen Video (aus dem sichtbar eine Person zum Zuschauer spricht und eine Aufgabe erläutert) und dem Umfragewerkzeug, welches genutzt wird, um einen ergänzungsbedürftigen Vertragsentwurf zu ergänzen.
Igniting ILIAS Innovation: From Feedback to Future Features
Lightning Talk 

Matthias Becker, Hochschule Bielefeld
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Entwickler:innen, Maintainer:innen, Administrator:innen
- keine Voraussetzungen nötig
Basierend auf einer systematischen Befragung von Studierenden und Lehrenden an der HSBI werden Nutzungsverhalten, Zufriedenheit mit Funktionen, Endgerätenutzung, technische Probleme sowie Wünsche nach Features vorgestellt. Die Präsentation umfasst quantitative und qualitative Daten, visualisierte Trends sowie Empfehlungen für Optimierungen – als direkte Weiterentwicklung einer Umfrage, deren Ergebnisse vor zwei Jahren auf der 23. ILIAS-Konferenz in Graz präsentiert wurden.
Diese neue Umfrage wurde aus den damaligen Erkenntnissen sowie umfassendem Feedback aus Fokusgruppen, heuristischen Evaluationen und Interviews mit Nutzern präzise überarbeitet. Die Ergebnisse validieren bestehende Trends, decken neu entstandene Bedürfnisse auf und liefern datenbasierte Impulse für die nutzer:innenzentrierte Weiterentwicklung von ILIAS.
Mehr Duchblick: Weniger Klicks = Mehr Erfolg
Lightning Talk 

Ingo Jackisch, Duale Hochschule Baden-Württemberg
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Anwender:innen mit didaktischem Schwerpunkt
- Grundkenntnisse über lernzielorientierte Kurse sind hilfreich
Die Online- Studienvorbereitung der DHBW basiert auf ILIAS, den Ergebnissen der Verbundprojekte optes (BMBF-gefördert) (insbesondere lernzielorientierte Kurse zur Mathematik, Soft-Skills) und DigiKoS (Soft-Skills) sowie eigenen Entwicklungen (u.a. lernzielorientierte Kurse zur Physik, Prozesse in der Plattform). Sie wurde in den vergangenen >10 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und hat das Ziel, den Nutzenden neben fachlich hochwertigen Inhalten auch eine einfache Navigation anzubieten und manche Komplexität von ILIAS zu verbergen. Die Nutzung soll möglichst intuitiv und ohne großen Erklärungsbedarf möglich sein.
Für den Durchgang 2025 wurde dazu in Zusammenarbeit mit einem Service-Provider die Page- Komponente "Tracking-Tool" entwickelt und produktiv eingesetzt. Im Vortrag werden die damit erreichten Verbesserungen kurz beleuchtet.
Aus den ersten Erfahrungen mit diesem neuen Tool (das eng mit weiteren Plugins wie "Lernempfehlung" und "Teilnahmebescheinigung" verknüpft ist) wurden über den Sommer 2025 dann Weiterentwicklungen abgeleitet und in die 2026er Version dieses Plugins eingebracht. Die damit verbundenen Überlegungen und die verbesserte Umsetzung werden im Vortrag dargestellt.
UX-Templates für ILIAS: Modulare Blöcke für flexible, nutzerfreundliche und barrierefreie Lernumgebungen
Lightning Talk 

Javier Ortega, Kröpelin Projekt GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Content-Entwickler:innen, Beratende, Lehrende, Administrierende
Der Beitrag stellt das ILIAS-Plugin „UX-Templates“ vor und zeigt, wie durch die Kombination von Frontend-Technologien (HTML/Twig, CSS, JavaScript) und ILIAS-spezifischen Funktionen (Objektzugriff, Berechtigungen, Filter) sowohl die Nutzerfreundlichkeit als auch die Designkonsistenz der Plattform gesteigert werden können.
Das ILIAS-Plugin ermöglicht die Erstellung wiederverwendbarer, modularer Blöcke, die direkt im Page Editor eingebunden werden können. Entwickler:innen wird eine flexible Umgebung geboten, um ansprechende und funktionale Lernumgebungen zu gestalten – ohne tiefgreifende ILIAS-Kenntnisse auf Seiten der Endnutzer.
Besonders ist die Möglichkeit, ILIAS-Objekte (Kurse, Gruppen, Lernmodule) direkt in die Templates zu integrieren und deren Metadaten sowie Berechtigungen zu nutzen. Für Endnutzer steht eine intuitive Bedienoberfläche im Page Editor zur Verfügung, die keine ILIAS-Kenntnisse voraussetzt. Das Plugin unterstützt zudem barrierefreie Umsetzungen nach WCAG und ermöglicht plattformweite Designvorgaben bei gleichzeitiger Anpassbarkeit für Fachbereiche oder Zielgruppen.
Geführt – aber wie weit? Guided Tours in ILIAS
Lightning Talk 

Dr. Elyesa Seidel, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Interessierte an Möglichkeiten der Nutzerführung in ILIAS
Mit der Integration der Guided Tours in den ILIAS-Core ab Version 11 steht erstmals ein niedrigschwelliges, direkt im System verankertes Unterstützungsformat zur Verfügung, das Nutzer:innen kontextsensitiv durch Funktionen und Oberflächen führt. Entwickelt und finanziert im Rahmen des ILIAS.nrw-Projekts „Information und Support“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, eröffnen Guided Tours neue Möglichkeiten für Unterstützung, Orientierung und strukturierte Nutzerführung.
Der Kurzvortrag gibt einen kompakten Überblick über typische Einsatzszenarien und zeigt anhand konkreter Beispiele, welche Möglichkeiten sich mit Guided Tours aktuell umsetzen lassen und wie sie gestaltet werden können. Gleichzeitig werden bestehende Grenzen des aktuellen Funktionsumfangs aufgezeigt und diskutiert, an welchen Stellen Weiterentwicklungsbedarf besteht.
Abschließend werden Perspektiven für die Weiterentwicklung diskutiert, etwa im Hinblick auf funktionale Erweiterungen, flexiblere Einsatzmöglichkeiten und Community-getriebene Ansätze.
Ziel ist es, die Guided Tours einzuordnen und Impulse für ihre Weiterentwicklung zu geben.
15h30
Die ILIAS-Community
Präsentation 
Rob Falkenstein, Universität Freiburg
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Einsteiger:innen
ILIAS ist in der Regel als Werkzeug im Lernalltag bekannt. Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass ILIAS funktioniert wie es funktioniert? Wir möchten in diesem Vortrag den Blickwinkel wechseln und eine Exkursion in den Maschinenraum von ILIAS unternehmen: Vom ersten Impuls im Feature-Wiki über präzise Abstimmungen von Features innerhalb von Workshops, dem Melden von Bugs auf Mantis hin zum kritischen Testing neuer Funktionalitäten. Dabei beleuchten wir die Governance-Strukturen, die dafür sorgen, dass die Qualität von ILIAS sichergestellt wird.
Doch die technischen Strukturen und Prozesse sind nur die halbe Geschichte, denn das eigentliche Herzstück von ILIAS ist die Community. Deshalb zeigen wir euch im zweiten Teil, wie ihr ILIAS aktiv mitgestalten könnt. Wir präsentieren die vielfältigen Möglichkeiten der Partizipation und zeigen Wege auf, um sich bedarfsgerecht einzubringen und so einen wichtigen Beitrag zum Gelingen von ILIAS zu leisten.
16h00
Was weiß dein System über dich? Privacy by Design zwischen Dokumentation, KI und Betroffenenrechten
Präsentation 
Dr. Elyesa Seidel, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Entwickler:innen und alle Interessierten
Wie lässt sich Privacy by Design praktisch umsetzen – nachvollziehbar, skalierbar und anschlussfähig für komplexe Softwaresysteme? Der Beitrag zeigt, wie Datenschutz in ILIAS nicht nur konzipiert, sondern konkret operationalisiert werden kann.
Im Fokus steht zunächst die systematische Privacy-Dokumentation über sogenannte PRIVACY.md-Dateien, die Datenverarbeitungen komponentenscharf beschreiben und transparent machen. Darauf aufbauend wird demonstriert, wie KI-gestützte Ansätze die Erstellung und Pflege dieser Dokumentation unterstützen können – etwa durch automatisierte Entwürfe oder die Analyse von Codeänderungen zur Identifikation von Aktualisierungsbedarfen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist eine zentrale Schnittstelle zur Umsetzung von Betroffenenrechten: Sie ermöglicht es, personenbezogene Daten komponentenübergreifend zu exportieren und schafft damit eine technische Grundlage für Auskunftsansprüche nach DSGVO.
Der Beitrag verbindet Dokumentation, Automatisierung und Systemarchitektur zu einer ganzheitlichen Perspektive auf Privacy by Design – und zeigt, wie sich Datenschutz in der Praxis wirksam und zukunftsfähig gestalten lässt.
16h30
Looking in from the Outside
Präsentation 
Alexandra Tödt, leifos GmbH
Target Group:
- no prior knowledge required
Economists investigate human behaviour and have a few concepts that travel surprisingly well to the world of open source. We will in a light-hearted way look at three classic issues of incentives, collaboration, and shared abundance:
- The Tragedy of the Commons, a shared pasture gets overgrazed: How can what could have been a tragedy become a quiet triumph of collective care?
- The Principal-Agent Problem, a classic problem of misaligned incentives: How can incentives for “principals” (users) and “agents” (developers) align?
- The Network Effect, Code, once written, can travel the globe at nearly no cost: How can we make most of this?
15h30
Das OSDN: Anfang einer Antwort
Präsentation 
Weitere Informationen folgen.
16h00
KI in ILIAS – weil es sinnvoll ist oder weil es alle machen? Erfahrungen aus der Hochschule Bremen
Präsentation 
Niklas Bölter, Hochschule Bremen
Johanna Brauns, Hochschule Bremen
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Administrator:innen, E-Learning-Verantwortliche, Hochschuldidaktiker:innen
- grundlegende ILIAS-Kenntnisse sind hilfreich, aber nicht vorausgesetzt; Technisches Vorwissen zu KI und RAG ist nicht erforderlich
An der Hochschule Bremen wurde ein KI-Plugin für ILIAS getestet. In unserem Beitrag wollen wir zeigen, was gut funktioniert hat, was nicht – und welche praktischen Hürden bei Einrichtung und Betrieb aufgetreten sind.
Auf dieser Grundlage diskutieren wir in einem nächsten Schritt grundsätzlicher, welche Rolle KI in Learning-Management-Systemen sinnvoll spielen kann – welche didaktischen Szenarien wirklich tragen, wo KI Lernenden konkret nützt und ob manche Entwicklungen eher durch Innovationsdruck als durch didaktische Überzeugung getrieben werden. Anschließend wollen wir einen zweiten Blickwinkel hinzunehmen: Lernende warten nicht auf institutionelle Lösungen. Sie nutzen KI-gestützte Browserwerkzeuge bereits heute, um direkt mit ILIAS-Inhalten zu arbeiten – Materialien analysieren, zusammenfassen, für das Selbststudium aufbereiten. Der Beitrag greift diese informellen Praktiken auf (konkret am Beispiel von KI-Browsern) und fragt, was Institutionen davon lernen können.
Dabei werden auch rechtliche Fragen bearbeitet. Wer Lerninhalte durch externe KI-Tools verarbeiten lässt, bewegt sich in einem Graubereich – urheberrechtlich und im Hinblick auf die EU-KI-Verordnung. Die Rechtslage ist im Fluss, aber der Sensibilisierungsbedarf ist schon jetzt real.
Abschließend wollen wir fragen: Wie könnte eine rechtlich saubere, institutionell tragfähige KI-Integration für ILIAS an der Hochschule Bremen aussehen? Und wir wollen eine erste Vision zur Diskussion stellen: Lerninhalte werden institutionell kontrolliert über Retrieval-Augmented Generation (RAG) erschlossen – wahlweise mit lokal betriebenen Sprachmodellen oder vektorbasierten Suchverfahren. Das Ziel ist eine Architektur, die datenschutzkonform ist, die Kontrolle über eigene Inhalte behält und Lernenden trotzdem einen direkten, didaktisch sinnvollen Zugang zu ihren Materialien bietet – ohne Abhängigkeit von externen Plattformen.
16h30
Be Safe Out There: Why AI-Powered Testing of ILIAS Matters
Präsentation 
Maximilian Becker, Databay AG
Target Group:
- ILIAS Administrators, Security Officers, Decision Makers
Rolling out updates has become a more and more frequent task and doing so in a timely manner is important in this time and age.
Long gone are the times in which one would wait out a little time and hope the release stabilizes from the feedback of early adopters.
With AI powered testing, we can provide a solution to make sure the key scenarios for your installation are thoroughly tested before going live, even at short notice. Here we'll show you how that can work.
15h30 - 17h00
Lernen, das sich anpasst: Interaktive und adaptive Lernpfade in ILIAS gestalten
Workshop 
Kseniia Gribchenko, leifos GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Lehrende, E-Learning-Support
- Alle Interessierten an Didaktik und technischer Umsetzung in ILIAS
In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden, wie sie in ILIAS adaptive Lernpfade konzipieren und umsetzen, um Lernprozesse individueller, effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Lernangebote so strukturiert werden können, dass sie sich flexibel an unterschiedliche Vorkenntnisse, Lernstände und Bedürfnisse anpassen. Dabei werden didaktische Grundlagen adaptiven Lernens mit konkreten technischen Umsetzungsmöglichkeiten in ILIAS verknüpft.
Im praktischen Teil entwickeln die Teilnehmenden eigene Lernszenarien und setzen diese prototypisch um. Sie arbeiten mit Objekten und Funktionen wie Lernmodulen, Tests, Vorbedingungen und Lernfortschrittssteuerung, um verzweigte Lernpfade zu gestalten, die auf Eingaben und Leistungen der Lernenden reagieren. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie interaktive Elemente, Feedback und formative Tests gezielt eingesetzt werden können, um individuelle Lernwege zu unterstützen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Praxistauglichkeit: Die Teilnehmenden erhalten konkrete Methoden und Best Practices, die sich direkt in ihre eigenen Lehr- und Trainingskontexte übertragen lassen. Zudem wird diskutiert, wie sich adaptive Lernpfade evaluieren lassen und welche Möglichkeiten es gibt, Lernerfolge messbar zu machen.
Der Workshop richtet sich an alle, die ihre digitalen Lernangebote in ILIAS weiterentwickeln und Lernende aktiver sowie zielgerichteter begleiten möchten – von Einsteiger:innen bis zu erfahrenen Anwender:innen. Ziel ist es, nicht nur technische Kompetenzen zu vermitteln, sondern auch ein didaktisches Verständnis dafür zu entwickeln, wie adaptives Lernen wirksam gestaltet werden kann.
15h30 - 17h00
Keep it simple – Lehrenden mit Kurs-Templates einen einfachen Einstieg in ILIAS ermöglichen
Workshop 
Claudia Gayer, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Dorthe Hutz-Nierhoff, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Lehrende mit wenig oder mittlerer ILIAS-Erfahrung, Mediendidaktiker:innen
- E-Learning-Support, Administrator:innen, die Kursvorlagen bereitstellen
- Grundlegende ILIAS-Kenntnisse sind hilfreich, aber nicht vorausgesetzt
In ILIAS kann man fancy Kursräume bauen – zumindest, wenn man Expertise und Zeit hat, sich tiefer in die Seitengestaltung einzuarbeiten und die tollen Funktionen umzusetzen. Beides fehlt Lehrenden im Regelbetrieb allerdings häufig. Sie stehen vielmehr wie vor einem leeren Blatt und fragen sich „Wo fange ich an?“. Die Vielzahl an Objekten kann überfordern und die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielen schlicht nicht bekannt. Oft entstehen dann reine Dateiablagen oder womöglich komplexe Kursräume, die für Studierende schwer navigierbar sind.
In unserem Workshop möchten wir zeigen, wie man Lehrenden mit Kursvorlagen sowie einem passenden Workshopangebot den Einstieg in die Kursraumgestaltung erleichtert und sie dabei unterstützt, übersichtliche, lernförderliche und ansprechende Kursräume zu erstellen, ohne sie technisch zu überfordern.
Anhand konkreter Beispiele zeigen wir, wie:
- vorbereitete Kursstrukturen Orientierung geben (z. B. klare Wochen- oder Themenstruktur)
- zentrale Informationen sinnvoll auf der Kurseinstiegsseite platziert werden
- wiederkehrende Elemente (Kommunikation, Materialien, Aufgaben, Feedback) konsistent eingebunden werden
- visuelle Klarheit und reduzierte Navigation kognitive Belastung senken
- barrierearme Gestaltung bereits im Template mitgedacht werden kann
Der Workshop ist interaktiv angelegt:
- Impuls: Typische Einstiegshürden von Lehrenden – Erfahrungen aus Support und Praxis
- Analyse: Was macht ein Template „niederschwellig“? (Orientierung, Reduktion, Konsistenz, Transparenz)
- Hands-on: Anpassung eines bereitgestellten Basis-Templates an einen eigenen Lehrkontext
- Transfer: Entwicklung eines eigenen Minimal-Templates für die eigene Institution
ILIAS wird im Workshop als gestaltbarer Lernraum verstanden, dessen Potenzial gerade durch klug vorbereitete Vorlagen sichtbar wird. Ziel ist es, Lehrende nicht mit Funktionen zu überfordern, sondern mit sinnvollen, direkt nutzbaren Strukturen.
17h00 Ende des 1. Konferenztages
18h00
-
22h00
Social Event (weitere Informationen folgen)
10h00
10h30
10h00
Keynote 3
Keynote 

Prof. Dr. Malte Persike, RWTH Aachen
Weitere Informationen folgen.
10h00
Titel folgt
Präsentation 
Weitere Informationen folgen.
10h30
KI, aber wie … sieht das in meiner Lehre aus? - Qualifizierung, Umsetzung und konkrete Lehrszenarien aus dem edacticLab
Präsentation 
Dorthe Hutz-Nierhoff, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Claudia Gayer, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Lehrende, E-Learning- und ILIAS-Verantwortliche, Hochschuldidaktiker:innen
- Grundlegendes Interesse an KI in der Lehre und strategischer KI-Implementierung wird vorausgesetzt
Beim Thema Künstliche Intelligenz liegt ein weiter Weg zwischen Hype und didaktisch sinnvoller Einbettung - auch in der Hochschullehre. Wie kann KI so eingesetzt werden, dass sie Lernprozesse unterstützt, ohne didaktische Verantwortung auszulagern? Und wie gelingt es, Lehrende und dann natürlich auch Studierende systematisch für einen reflektierten Einsatz zu qualifizieren?
Mit dem Modul „KI in der Lehre“ sowie dem begleitenden Workshop „KI – aber wie?“ haben wir im Rahmen des Qualifizierungsprogramms edacticLab für Lehrende der Universität Freiburg, einen strukturierten Ansatz entwickelt. Dieser verbindet:
- didaktische Impulse und Beispielszenarien für den Einsatz von KI in der Lehre
- technische Umsetzungsmöglichkeiten in und mit ILIAS
- Prompting und Content Engineering
- Transferaufgaben zur Entwicklung eigener KI-gestützter LehrkonzepteGanz
Im Vortrag präsentieren wir:
- das didaktische Gesamtkonzept (Qualifizierung vor Tool-Einsatz)
- Beispiele eingereichter Transferaufgaben, u. a.
- KI als Lernassistenz in ILIAS-Kursräumen
- KI-gestützte Aufgaben- und Feedbackformate
- Szenarien zur Förderung von Reflexionskompetenz im Umgang mit KI
- Erkenntnisse aus der Durchführung: Chancen, Stolpersteine, Akzeptanzfragen
- Aspekte verantwortungsvoller Implementierung (Kompetenzaufbau, Transparenz, Prüfungssettings, ethische Reflexion)
10h50 Aufteilung in Räume
11h00
11h15
11h30
11h45
11h00 - 12h00 (je 15 Minuten)
Customize your ILIAS: Mit Kreativität und einfachen Mitteln zum individuellen Look
Lightning Talk 

Kai Zimmermann, Universitätsklinikum Freiburg
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Administrator:innen und ILIAS-Verantwortliche
- Grundlegende Kenntnisse über ILIAS sollte vorhanden sein. Basiswissen in Webdesign (CSS) ist vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich
In diesem Vortrag werden verschiedene Ansätze und Techniken vorgestellt, um das Design von ILIAS zu individualisieren, insbesondere durch die Verwendung von Content-Styles. Dabei werden einfache Methoden wie die Anpassung von Farben, Schriftarten und Layouts sowie die Integration von Bildern und Logos behandelt. Der Vortrag wird durch praktische Beispiele und Live-Demonstrationen ergänzt, um den Teilnehmenden zu zeigen, wie sie diese Anpassungen selbst umsetzen können.
Beyond the Patch: Wiederherstellung von Vertrauen und Nutzerengagement in einem Lernökosystem für den Verteidigungsbereich
Lightning Talk 

Ilario Truppa, OC Group, Italy
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- E-Learning-Support, Administrator:innen, ILIAS-Projektmanager, Content-Ersteller:innen
- Verantwortliche und Beteiligte an der Implementierung von Plattformen in komplexen oder regulierten institutionellen Umgebungen
Wenn eine E-Learning-Plattform den Namen eines Verteidigungsministeriums trägt, ist der Spielraum für Fehler gleich null. Das Projekt "BelADL – Belgian Advanced Distributed Learning" – ist die ILIAS-Plattform, die vom belgischen Verteidigungsministerium für die Ausbildung von zivilem und militärischem Personal eingesetzt wird, darunter auch die Ausbilder an Militärschulen, die für die Ausbildung von Kadetten zuständig sind. Es handelt sich um eine Hochsicherheitsumgebung mit Anforderungen an Compliance, Vertraulichkeit und Betriebskontinuität, die keinerlei Kompromisse zulassen.
Das vierjährige Projekt des belgischen Verteidigungsministeriums in Zusammenarbeit mit der OC Group begann mit einer konkreten technischen Herausforderung: der Migration der Installation von einer lokalen Infrastruktur in eine von OC verwaltete SaaS-Umgebung auf Amazon Web Services. Eine Migration, die in einem hochsensiblen institutionellen Kontext eine sorgfältige Planung hinsichtlich Datensicherheit, Serviceverfügbarkeit und Zugangsdatenverwaltung erforderte.
Im ersten Jahr zeigte sich jedoch die tiefere – und unerwartetere – Dimension des Projekts. Beim ersten „Instructor Day“, einer Fortbildungsveranstaltung für die Ausbilder und Ausbildungskoordinatoren des Ministeriums, beobachteten wir ein aufschlussreiches Muster: Unsere Workshops, in deren Titel der Name „BelADL“ ausdrücklich erwähnt wurde, wurden von den Teilnehmern systematisch gemieden. Die Plattform hatte sich bereits einen negativen Ruf erworben, der auf der Wahrnehmung mangelnder Benutzerfreundlichkeit beruhte. Dies war kein isoliertes technisches Problem – es war ein Vertrauensproblem.
Diese Erkenntnis erweiterte und definierte den Umfang unseres Engagements neu. OC hat schon immer beratend gearbeitet, doch angesichts dieser Signale gewann unser Engagement eine noch strategischere Dimension. Wir vertieften den direkten Dialog mit den am Projekt beteiligten Akteuren – nicht, um eine vertragliche Verpflichtung zu erfüllen, sondern um die Probleme der Nutzer, die Bedürfnisse und Erwartungen der Ausbilder sowie die betrieblichen Anforderungen der für das Ausbildungsmanagement Verantwortlichen wirklich zu verstehen.
Das Ergebnis war ein Entwicklungs- und Verbesserungsplan, der mehrere Bereiche umfasste. Im Bereich UI/UX und Benutzererfahrung haben wir eine gründliche Neugestaltung der Benutzeroberfläche vorgenommen, wobei wir uns auf Navigation, Lesbarkeit und Barrierefreiheit konzentrierten, um die Plattform intuitiver und optisch einheitlicher zu gestalten. Auf der funktionalen Seite entwickelten und integrierten wir neue Plugins und Tools – darunter AuthoringPro, eine fortschrittliche Autorenumgebung, die die Erstellung von Lerninhalten direkt innerhalb der Plattform vereinfachen soll – sowie weitere Verbesserungen, die sich aus den spezifischen Bedürfnissen ergaben, die durch den direkten Austausch mit den Nutzern zutage traten.
Der Fall BelADL zeigt, dass in institutionell komplexen Umgebungen technisches Fachwissen zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Voraussetzung ist. Entscheidend ist vielmehr die Fähigkeit, den organisatorischen Kontext zu erfassen, dort hinzuschauen, wo es andere nicht tun, und eine Plattform, die als Hindernis wahrgenommen wird, in ein Werkzeug zu verwandeln, zu dem die Menschen freiwillig zurückkehren – und das sie auch wirklich wollen.
Im Vortrag stellen wir die „prozessorientierte“ Strategie vor, mit der wir das Blatt gewendet haben: Wir haben ILIAS von „nur ein Werkzeug“ zu einem vertrauenswürdigen Partner gemacht. Wir werden erörtern, wie aktives Zuhören, Workshops und die Fokussierung auf die Benutzererfahrung (UX) ebenso entscheidend waren wie die technische Migration selbst, um in einem Umfeld mit hohem Risiko die Betriebskontinuität und das Engagement sicherzustellen.
LTI and Survey in ILIAS: Current Status and Future Roadmap
Lightning Talk 

Jesús Copado Mejías, SURLABS
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Entwickler:innen, Administrator:innen, Entscheidungsträger an Institutionen, Produktmanager und interessierte Community-Mitglieder
- Grundkenntnisse bzgl. LTI und ILIAS-Umfragen sind hilfreich, aber nicht vorausgesetzt
In diesem Lightning Talk wird SURLABS den aktuellen Stand der beiden von ihm betreuten ILIAS-Komponenten vorstellen: LTI und Umfrage. Wir werden einen kurzen Überblick über die jüngsten Entwicklungen, Feature-Anfragen und die Rolle geben, die diese Komponenten im heutigen ILIAS-Ökosystem spielen.
Raus aus der PDF-Schleuder: Der ILIAS-Kriterienkatalog für bessere Kurse
Lightning Talk 

Richard Powers, Universität Stuttgart
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Trainer:innen, Kursdesigner:innen, Lehrende, Tutor:innen, Curriculum-Entwickler:innen
- Vorkenntnisse in ILIAS sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich
Im Rahmen dieses Lightning Talks werden die fünf Kategorien des ILIAS-Kriterienkatalogs vorgestellt:
- Übersicht und Organisation der Lehrveranstaltung
- Lernziele
- Leistungsnachweise und Lernstandskontrollen
- Digitalisierung der Inhalte
- ILIAS-Kursgestaltung
11h00
Gemeinsam über Institutionsgrenzen hinweg lehren: Die EUniWell-Lernplattform auf Basis von ILIAS als strategisch relevante Komponente der Allianz-Infrastruktur
Präsentation 
Tunahan Keskin, Universität zu Köln
Lena Schüller, Universität zu Köln
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Grundlegendes Interesse an Learning-Management-Systemen, digitaler Lehre und hochschulübergreifender Zusammenarbeit ist von Vorteil
Die European University for Well-Being (EUniWell) ist eine 2020 gegründete europäische Hochschulallianz aus 12 Universitäten, die von der Europäischen Kommission im Rahmen von Erasmus+ gefördert wird. Im Rahmen der Allianz wurde auf Basis von ILIAS eine gemeinsame Lernplattform aufgebaut, die Lernerfahrungen und Lehr-Lernangebote im Themenfeld Wellbeing institutionsübergreifend für aktuell 12 europäische Hochschulen zugänglich macht. Sie wird von den Partneruniversitäten und assoziierten Einrichtungen genutzt und ist Teil der digitalen Infrastruktur der Allianz. Bereitstellung und Betreuung der ILIAS-Plattform erfolgen durch die Universität zu Köln und ihr CompetenceCenter E-Learning.
Der Beitrag betrachtet die EUniWell-Lernplattform als strategisch relevante Infrastruktur für gemeinsames Lehren und Lernen in einem europäischen Hochschulverbund und diskutiert Voraussetzungen für einen nachhaltigen Betrieb sowie eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung. Im Mittelpunkt steht der Ansatz, ILIAS in einem internationalen Allianzkontext mit Fokus auf Kooperation und Mobilität nicht nur als technisches Werkzeug, sondern als organisationsübergreifende Infrastruktur für gemeinsame Lehre, Lernen, Weiterbildung und Kollaboration zu nutzen. Anhand des Projekts wird aufgezeigt, warum ILIAS für dieses Ziel gewählt wurde, welche Rolle ein LMS-Team insbesondere im Change-Management übernimmt und welche Herausforderungen sich aus unterschiedlichen Hochschulen, Ländern, Sprachen und Ausgangslagen ergeben. Mit der steigenden Zahl an Kursen, Lernerfahrungen und Lehr-Lernangeboten aus verschiedenen Kontexten wachsen zugleich die Anforderungen an Administration und Support sowie an Skalierung und Integration.
11h30
Vom Labor in die Welt: ILIAS als Lernökosystem der BAM Akademie
Präsentation 
Clara Seitz, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Betreiber:innen von ILIAS aus Behörden, Forschungseinrichtungen oder anderen Organisationen, die Weiterbildungen für externe Zielgruppen anbieten
- für fachlich oder organisatorisch Verantwortliche
- technische Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht notwendig
Die BAM Akademie stellt vor, wie an einer Ressortforschungseinrichtung ein integriertes Lernökosystem aufgebaut wurde, das fachlich hoch spezialisierte Weiterbildungen für externe Zielgruppen ermöglicht, um den Wissens- und Technologietransfers in den Arbeitsgebieten der BAM zu fördern. Im Zentrum steht der Einsatz von ILIAS als Kernsystem, kombiniert mit dem Seminarmanagement‑Plugin, dem BAM‑Webshop auf Basis von Magento sowie dem internen Single Sign‑On. Die Integration dieser Systeme schafft eine durchgängige Prozesskette von Kursanlage & haushaltsrechtlicher Freigabe über Buchung & Bezahlung bis zur Teilnahmeverwaltung und Zertifikatserstellung. Der Beitrag beleuchtet, wie technische und organisatorische Insellösungen vermieden und wie föderale Anforderungen berücksichtigt wurden, etwa die Zahlungsprozesse über die Bundeskasse (ePayBL) oder die sichere Authentifizierung interner Mitarbeitender über ADFS/SAML. Besonders herausgestellt wird, welche Anforderungen sich durch die spezifische Behördenkonstellation ergeben und wie diese praxisnah adressiert werden.
Gleichzeitig zeigt der Vortrag, wie ILIAS in einer heterogenen Behörden‑ und Forschungslandschaft betrieben wird und welche Rolle das System im Geschäftsfeld Wissens‑ und Technologietransfer der BAM spielt – insbesondere im Kontext forschungsnaher Weiterbildung zu materialwissenschaftlichen Mess‑ und Prüfmethoden, Materialentwicklung sowie Normung und Standardisierung.
Neben der Gesamtarchitektur werden konkrete Lessons Learned vorgestellt: Schnittstellenmanagement, Rollen‑ und Rechteharmonisierung bzw. ‑abgrenzung zwischen Webshop, Seminarmanagement und ILIAS sowie der Umgang mit internen und externen Nutzungsstrukturen. Ein besonderer Fokus liegt darauf, welche Bausteine des BAM‑Ansatzes von anderen Institutionen genutzt werden könnten – etwa bei der Öffnung von ILIAS‑Kursen für Externe, der Verzahnung mit einem Buchungs- und Bezahlungssystem oder der Implementierung sicherer Freigabeprozesse. Die Teilnehmenden erhalten damit einen praxisnahen Einblick in den OZG‑Projektverlauf zur Einführung sowie in den laufenden Betrieb eines integrierten ILIAS‑Ökosystems im öffentlichen Sektor.
11h00
Puzzleteile passend machen - Zwischen Test, SEB und Prüfungspool. Ein Praxisbericht.
Präsentation 
Kenji-T. Nishino, Universität zu Köln
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- technisches Fachwissen zu summativen Prüfungsprozessen in ILIAS ist sinnvoll
Das Puzzlesymbol des ILIAS-Tests steht im Beitrag ironisch für die Herausforderung, das Test-Tool in die komplexe Prüfungsprozess-Umgebung einer Universität einzugliedern. Denn universitäre Strukturen und technische Infrastrukturen bedingen einander: Anmeldefristen, Fakultätsbedarfe und Raumkapazitäten im EPC sind ebenso Teil des Puzzles wie Softwarekonfigurationen und Hardware-Möglichkeiten.
Konkret wird ein Prüfungsszenario beschrieben, bei dem ein ILIAS-Test mit einer Excel-basierten Prüfungsleistung kombiniert wird – realisiert über den Safe Exam Browser (SEB) auf den Rechnern im Elektronischen Prüfungscenter (EPC). Der Beitrag schildert den Weg vom Grobszenario über die SEB-Konfiguration bis zur finalen Umsetzung und benennt dabei offen die auftretenden Schwierigkeiten: Kompatibilitätsfragen zwischen SEB-Konfiguration und Rechnerpool, die Einrichtung von Speicherverzeichnissen und Excel-TrustCenter-Einstellungen sowie die für Studierende komplexe Abfolge aus Datei-Download, Excel-Bearbeitung und erneutem Upload in ILIAS. Abschließend werden die zentralen Learnings vorgestellt – darunter die Bedeutung eindeutiger Verzeichnisstrukturen und die Notwendigkeit, Studierende den Klickweg vorab üben zu lassen.
11h30
Klausuren und Hausarbeiten in ILIAS – effizient und einfach mit EDUTIEK
Präsentation 
Prof.'in Dr. iur Cornelia Fischer, Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung
Juliane Wigh, Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung
Magnus Sondermann, Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Lehrende, Administrator:innen, E-Learning-Support
EDUTIEK verbindet!
Wie lassen sich Prüfungsleistungen unkompliziert, digital und sicher abwickeln? Wir haben mit EDUTIEK ein E-Assessment-Tool getestet, das genau das ermöglicht – und möchten unsere Erfahrungen mit Ihnen teilen!
Ob Klausuren, Hausarbeiten oder einfach Aufgaben im Rahmen des Selbststudiums: Mit EDUTIEK können Studierende ihre Arbeiten direkt über ILIAS einreichen. Die Dozierenden korrigieren diese digital, schnell und komfortabel an einem Ort – das mühsame Sammeln, Entziffern und Zurückschicken von Unterlagen per E-Mail entfällt. Ein zusätzlicher Vorteil: Die Korrekturen sind für alle Beteiligten leserlich und nachvollziehbar dokumentiert.
Neugierig geworden?
Wir stellen Ihnen vor, wie wir EDUTIEK an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung eingesetzt haben, geben Tipps aus der Praxis und beantworten Ihre Fragen. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
11h00
Universal Design for Learning (UDL) and ILIAS
Präsentation 
Richard Powers, University of Stuttgart
Target Group:
- instructional designers, instructors, department heads, curriculum designers, trainers
This dynamic presentation shows educators and instructional designers how to create more inclusive, accessible, and effective digital learning environments within ILIAS by applying the principles of Universal Design for Learning (UDL), version 3.0.
At the core of the session is UDL’s three principles—Representation, Action & Expression, and Engagement—aligned with concrete features and design possibilities in ILIAS. Rather than addressing barriers reactively, the presentation emphasizes identifying and removing potential barriers to learning as lessons and courses are placed in ILIAS. Because learner variability is the norm, participants are encouraged to design learning environments that offer multiple ways of accessing content, demonstrating learning, and maintaining interest and motivation.
In the first 25-minute segment, participants will receive a concise, practice-oriented introduction to UDL and explore selected ILIAS features that exemplify the three principles (e.g., structured learning modules, multiple media formats, flexible assessment options, and collaborative tools).
The focus is on “barrier-preventive design,” highlighting decisions made prior to the lesson's/course's start . They will identify potential barriers in their courses, select appropriate ILIAS tools aligned with UDL, and outline initial strategies for redesign. In addition, the session introduces foundational aspects of digital accessibility, such as creating structured documents, providing alternative text, and ensuring clear navigation within course materials.
The second 25-minute segment is a guided workshop in which participants apply UDL principles to their own teaching contexts. They will identify current or potential barriers in their lessons/courses, select appropriate ILIAS tools aligned with UDL, and outline initial strategies for redesign. In addition, the session introduces foundational aspects of digital accessibility, such as checking accessibility for uploaded documents, videos, linked websites and videos, and PDFs and how to provide alternative text for uploaded images.
11h30
Transparenz schafft Akzeptanz: Lernerführung und visuelle Strukturierung in internationalen ILIAS-Qualifizierungen
Präsentation 
Hendrik Dahmann, OVB Holding AG
Dr. Norbert Bromberger, Qualitus GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Administrator:innen, E-Learning-Projektleitende und ILIAS-Autor:innen
- Grundkenntnisse in der ILIAS-Kursgestaltung sind hilfreich, aber keine Voraussetzung
Die Einführung eines einheitlichen Learning Management Systems in einem international agierenden Konzern wie der OVB Holding AG mit 16 Landesgesellschaften und über 4,9 Millionen Kundinnen und Kunden stellt hohe Anforderungen an Skalierbarkeit, Benutzerführung und Standardisierung. Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Umsetzung eines mehrwöchigen Einarbeitungsprogramms, das digitale und Präsenzformate systematisch miteinander verzahnt.
Strukturierung und visuelle Führung:
Ein Kernproblem bei langwierigen Qualifizierungen ist der Verlust der Übersicht. Um dies zu vermeiden wurde innerhalb von ILIAS-Kursen der ILIAS-Seiteneditor intensiv genutzt, um komplexe Kursstrukturen grafisch aufzubereiten und als roten Faden zu visualisieren.
Technische Erweiterungen und UX-Optimierung:
Da die Anforderungen an die Lernerführung über den Standard-Funktionsumfang hinausgingen, wurden spezifische Erweiterungen entwickelt. Diese ergänzen die ILIAS-Oberfläche gezielt, um eine modernere Anmutung und eine bessere Usability zu erreichen. Im Vortrag werden diese Anpassungen detailliert vorgestellt, insbesondere im Hinblick auf:
- Die Visualisierung des individuellen Lernstandes zur Steigerung der Transparenz.
- Den Vergleich zwischen tatsächlicher Lernzeit und geplanter Lehrzeit, um Lernenden und Tutoren ein direktes Feedback zum Fortschritt zu geben.
- Die Integration von Präsenz- und E-Learning-Angeboten innerhalb einer konsistenten Kurshülle.
Abschließend wird thematisiert, wie der Standard „One for all“ technisch in 16 Landesgesellschaften ausgerollt wurde. Dabei wird beleuchtet, wie die Akzeptanz durch einheitliche Qualitätsstandards bei gleichzeitiger Mehrsprachigkeit gesichert wird und welche administrativen Hürden durch die Nutzung des Lernfortschritts als Führungsinstrument überwunden wurden.
Der Beitrag bietet somit einen tiefen Einblick in die Werkzeugkiste eines groß-skaligen ILIAS-Projekts und diskutiert offen die Grenzen und Möglichkeiten des Seiteneditors.
11h00
Vom Fragebogen zum individuellen Lernpfad: Interaktive Selbstreflexion und automatisiertes Feedback in ILIAS als Schlüssel zur erfolgreichen Studienvorbereitung – unterstützt durch das Plugin surveyda
Präsentation 
Christina Schneider, DHBW Karlsruhe
Silke Heusohn, DHBW Karlsruhe
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Hochschuldidaktiker:innen, Lehrende
Der Beitrag gibt einen Überblick über das Studienvorbereitungsprogramm der DHBW Karlsruhe und stellt in diesem Zusammenhang das interaktive Lernangebot vor, das aus dem Projekt DigikoS (Digitalbaukasten für kompetenzorientiertes Selbststudium) hervorgegangen ist. Es wird aufgezeigt, welche Potenziale das ILIAS-Plugin „SurveyDataGraphs“ für die Hochschullehre beinhaltet, indem datenbasierte Lernprozesse Selbstreflexion fördern, Lernverläufe sichtbar gemacht, adaptive Lernpfade ermöglicht und handlungsrelevantes Feedback gegeben wird. Dabei stellt das Plugin eine besondere Erweiterung dar, da es speziell für diese didaktisch-technischen Zwecke entwickelt wurde und über die standardmäßigen Funktionalitäten von ILIAS hinausgeht.
Insbesondere soll damit verdeutlicht werden, wie durch erweiterte ILIAS-Funktionen eine valide, differenzierte und lernwirksame Auswertung von Umfragedaten möglich wird, die über die ILIAS-Standardfunktionen hinausgeht. Die Erweiterung verknüpft strukturierte Reflexionsanlässe mit einer datengestützten Analyse, aus der personalisierte Rückmeldungen und passgenaue Lernempfehlungen abgeleitet werden. Auf diese Weise werden abstrakte Anforderungen an selbstorganisiertes Lernen durch konkrete, datenbasierte Rückmeldungen sichtbar und bearbeitbar, im Sinne etablierter Modelle selbstregulierten Lernens.
In der Praxis bedeutet dies, Studierende aktiv in ihren Lernprozess einzubinden und damit die Entwicklung nachhaltiger überfachlicher Kompetenzen bereits vor Studienbeginn zu fördern. Den Mittelpunkt des Lernangebots bilden die Selbstreflexionsinstrumente SIMo und SILe, die die Studierenden in der Rolle von Avataren dabei begleiten, die als ILIAS-Umfragen angelegte Fragebögen zu bearbeiten. Auf diese Weise wird die individuelle Studienmotivation und das Lernverhalten erfasst. Beide Instrumente basieren auf standardisierten Single-Choice-Items und decken zentrale Dimensionen der Selbstlernkompetenz ab. SIMo findet Anwendung bei der Erhebung eines Motivationsprofils, während SILe in wiederholter Form durchgeführt wird, um Veränderungen im Kontext des Lernverhaltens zu erfassen und konsistente Muster zu identifizieren. Dies ermöglicht den Studierenden, ihr Lernhandeln im Zeitverlauf zu beobachten und zu reflektieren.
Die Auswertung der Umfragedaten erfordert die Nutzung spezifischer ILIAS-Funktionen, die über die regulären Funktionen hinausgehen. Anstatt sich auf einfache Summen zu beschränken, berücksichtigt das Konzept detailliert, wie viele Fragen tatsächlich beantwortet wurden, wie mit neutralen oder fehlenden Antworten umgegangen wird und ob es mehrere Messzeitpunkte gibt.
Die Antworten werden zu einzelnen Kompetenzbereichen zusammengefasst, für die anschließende Durchschnittswerte berechnet werden. Dynamische Schwellenwerte, die die Zahl der beantworteten Fragen einbeziehen, stellen sicher, dass unvollständige Fragebögen nicht automatisch schlechter bewertet werden. Dies ermöglicht eine differenzierte und realistische Rückmeldung. Über das Plugin SurveyDataGraphs werden interaktive Balkendiagramme für Einzelmessungen und Liniendiagramme für Verlaufsdaten bereitgestellt. Die Rückmeldung erfolgt konsequent individualisiert, da jeweils nur die relevanten Kompetenzstufen, Feedbacktexte und Empfehlungen angezeigt werden. Auf dieser Grundlage erhalten die Studierenden spezifische Lernmaterialien, die an bestimmte Kompetenzbereiche und Ausprägungsstufen gekoppelt sind. Die technische Umsetzung erfolgt vollständig in ILIAS und ist leicht adaptierbar. Das Open-Source-Plugin SurveyDataGraphs erweitert die Plattform um Kompetenzauswertung, Visualisierung und Feedback.
11h30
Einblicke in digitale und hybride Führung: Die ILIAS-Plattform DigiLAP
Präsentation 
PD Dr. Annika Krick, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Lene Fröhlich, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Prof. Dr. Jörg Felfe, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Expert:innen und -Anwendende
Im dtec.bw-Forschungsprojekt „Digital Leadership and Health“ wurde die Digital Leadership Assistance Platform (DigiLAP) entwickelt, um Führungskräfte bei den Herausforderungen digitaler und hybrider Führung – etwa im Kontext von Homeoffice – zu unterstützen. DigiLAP ist eine auf der Lernplattform ILIAS basierende Lern-, Feedback- und Assistenzplattform, die wissenschaftlich fundierte Inhalte mit praxisnahen Unterstützungsangeboten verbindet und als tägliches Führungsinstrument genutzt werden kann.
Die Plattform umfasst mehrere zentrale Funktionen: Sie bietet Informationen und Wissensvermittlung zu Themen wie Chancen und Risiken von Homeoffice, Anforderungen digitaler und hybrider Führung sowie digitaler Gesundheitsförderung. Ergänzend stehen Selbstchecks zur Verfügung, etwa zum eigenen Führungsverhalten, zur individuellen Gesundheit oder zu Teamaspekten, die optional mit der Wahrnehmung von Mitarbeitenden (Team Selbst- bzw. Team Fremdchecks) abgeglichen werden können. Darüber hinaus enthält DigiLAP Handlungsempfehlungen und praktische Übungen sowie ein Feedbacksystem mit einem „Cockpit“, das Führungskräften einen Überblick über die aktuelle Situation und den Entwicklungsverlauf ihres Teams ermöglicht.
In der Präsentation werden Konzept, Inhalte, Funktionen und der strukturelle Aufbau der Plattform vorgestellt sowie Einblicke in die Umsetzung innerhalb von ILIAS gegeben. Dabei wird insbesondere gezeigt, wie verschiedene ILIAS-Funktionalitäten und modulare Lernarchitekturen für ein praxisorientiertes Leadership-Tool genutzt werden können.
Für ILIAS-Expert:innen und -Anwendende bietet der Beitrag Einblicke in eine konkrete, wissenschaftlich fundierte Anwendung der Plattform im Kontext digitaler Führung. Ziel ist es, sowohl einen praxisnahen Eindruck von DigiLAP zu vermitteln als auch Impulse für innovative Nutzungsmöglichkeiten von ILIAS in Lern- und Unterstützungsplattformen zu geben.
12h00 - 13h30 Lunch
13h30
14h00
14h30
13h30 - 15h00 (je 15 Minuten)
Bildungs- und Berufserfahrungen strukturiert in ILIAS dokumentieren und KI-gestützte Empfehlungen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt erhalten
Lightning Talk 

Dr. Jens Breuer, Qualitus GmbH
Suraka Al Baradan, Technische Universität Dresden
Seyedsohrab Hejazi, Technische Universität Dresden
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Administrator:innen und Entwickler:innen, alle Interessierten an innovativen Lösungen
Mit ILIAS können Lernende in unserem Anwendungsfall ein strukturiertes und standardisiertes Kompetenzprofil von sich erstellen, welches anschließend als Grundlage für Empfehlungen zum Einstieg in den Arbeitsmarkt genutzt werden kann. Zum Einsatz kommt hierbei ein neues ILIAS-Plugin „skill coach“, mit dem die Lernenden Schritt für Schritt angeleitet werden, ihre Bildungs- und Berufserfahrungen einzugeben. Hierfür verfolgen wir einen kleinteiligen Ansatz, wobei die Lernenden – in unserem Fall Migrant:innen, die gerade Deutsch lernen und einen Job in Deutschland finden wollen – ihre Erfahrung anhand von Tätigkeiten und Lernschwerpunkten beschreiben.
Damit wir diese später in einem Matching-Prozess verwenden können, werden diese beruflichen Kenntnisse und Tätigkeiten in einer standardisierten Sprache erfasst. Dazu nutzen wir die europäische Klassifikation für Fähigkeiten, Kompetenzen und Berufe (ESCO) und schlagen den Lernenden passende Konzepte und Inhalte aus dieser Taxonomie vor. Hierfür haben wir Schnittstellen zu einem KI-Service implementiert, der die passendsten Konzepte für die Lernenden vorauswählt und vorschlägt. Die Lernenden können aus den Vorschlägen passende Konzepte für ihr eigenes Kompetenzprofil in ILIAS auswählen. Anschließend erhalten sie ein deutschsprachiges Kompetenzprofil, welches sie für Bewerbungsprozesse nutzen können und welches im weiteren Projektverlauf als Basis für Empfehlungen zu möglichen beruflichen Tätigkeitsfeldern oder Weiterbildungen in Deutschland dienen wird.
Wir stellen das Plugin „skill coach“ vor und zeigen, wie die Zusammenarbeit mit den KI-Services funktioniert. Wir freuen uns über Feedback und eine Diskussion über weitere Anwendungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten in der ILIAS-Community.
Der Anwendungskontext ist eingebettet in das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt „Close the Gap – CtG-MigHa“, in welchem ein KI-Empfehlungssystem für Migrant:innen entwickelt wird. Diese sollen eine Möglichkeit erhalten, spezifische und bedarfsgerechte Empfehlungen für den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erhalten. Entwickelt und erprobt wird das Szenario im Kontext des Handels, gemeinsam mit Bildungszentren des Handels, der TU Dresden, der Zentralstelle für Berufsbildung im Handel (zbb) und der Qualitus GmbH als Dienstleister für die Bildungsinfrastruktur der Bildungseinrichtungen im Handel.
Zwei Welten in einer Plattform: Öffentliche Lerninhalte und geschützte Unternehmensbereiche mit ILIAS
Lightning Talk 

Carsten Amelingmeyer, Qualitus GmbH
Martin Schröder, BG ETEM
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Weiterbildungsanbieter:innen
Unternehmen sind verpflichtet, ihre Beschäftigten regelmäßig persönlich, verständlich und praxisbezogen zu unterweisen. Die Lernplattform der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) unterstützt dabei.
Die Plattform kombiniert einen öffentlichen Bereich inkl. Lernangebot mit einem geschützten internen Bereich, der nach Registrierung und automatisierter Prüfung der Unternehmensdaten zugänglich ist.
Im öffentlichen Bereich können Interessierte und Unternehmen unkompliziert auf relevante Schulungsangebote zugreifen, um die Durchführung Ihrer Pflichtunterweisungen digital zu unterstützen.
Innerhalb des internen Bereichs können verifizierte Unternehmen Mitarbeitendenkonten anlegen, Kurse zuweisen und Lernfortschritte transparent nachverfolgen, wodurch Qualifizierungsmaßnahmen effizient gesteuert werden können. Dabei gibt es ein zentrales Kursangebot. Unternehmen sehen in den angebotenen Kursen jedoch nur ihre eigenen Mitarbeitenden und deren Lernstände. Diese „illusionäre Trennung“ erlaubt es, zentral verwaltete Lerninhalte effizient zu pflegen, ohne sie mehrfach an verschiedenen Stellen bereitstellen zu müssen. Das sorgt für Übersichtlichkeit und Effizienz in der Administration und Steuerung.
Der Vortrag zeigt praxisnah, wie durch die Kombination aus offenen und internen Lernbereichen, die dezentrale Kursverwaltung und die Integration automatisierter Prozesse eine skalierbare, anwenderorientierte Lernlösung für digitale Pflichtunterweisungen realisiert werden kann.
„Wer pflegt das eigentlich?" – Wie eine ILIAS-Instanz an der Governance-Frage scheiterte
Lightning Talk 

Dr. Johanna Brauns, Hochschule Bremen
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- alle Interessierten, insbesondere Menschen aus der IT
2024 haben wir in Graz berichtet, wie wir unsere ILIAS-Instanz an der Hochschule Bremen in drei Instanzen aufgeteilt haben: LMS, Prüfungsplattform und Intranet. Das LMS ist nach wie vor da, wird aber auch leider nach wie vor für Verwaltungsinhalte zweckentfremdet, die Prüfungsumgebung hosten wir jetzt doch selbst und das Intranet wird bis Ende des Jahres zurückgebaut.
In einem Lightning Talk würde ich gerne Bilanz ziehen: Warum wird das Intranet zurückgebaut? Nicht wegen technischer Probleme, sondern wegen ungeklärter Governance: Fehlende Zuständigkeiten, keine Bereitschaft für Betriebskosten, und Entscheidungsträger, die wenig Einblick in den Alltag des Plattformbetriebs haben – das ist die ehrliche Diagnose.
Unsere Erkenntnis: Technische Entscheidungen sind oft die einfacheren. Die eigentlich harten Fragen – Wer pflegt das? Wer zahlt? Wer entscheidet? – müssen vor dem ersten Klick in der Konfiguration beantwortet sein.
Ich teile, was wir beim nächsten Mal anders machen würden.
Prüfungs-Designs in der beruflichen Qualifikation
Lightning Talk 

Andreas Weschke, Informationstechnikzentrum Bund
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Alle Interessierten an Prüfungsdesign
Um auf deutschen Binnenwasserstraßen Gefahrgut zu transportieren oder normale Ladung über Risikostrecken zu transportieren sind Prüfungen zum Nachweis der speziellen Sachkunde erforderlich.
- Fallbasiert: Es gibt Schiffe mit bestimmten Eigenschaften, denen zu löschende und zu ladende gefährliche Stoffe zugeordnet werden. Abhängig von diesen Schiffen und den Stoffen werden dann unter Einhaltung von Lernzielvorschriften Fragen automatisch zusammengestellt.
- Kartenbasiert: Es gibt für jeden schiffbaren Kilometer eine Risikoeinschätzung. Karten der risikoreichen Stellen werden mit Fragen kombiniert und automatisch zusammengestellt.
Wir schauen auf die Prüfungsformate und die automatische Zusammenstellung der Prüfungen.
Competency-Based Training and Assessment for Air Traffic Controller
Lightning Talk 

Andreas Gachnang, Skyguide Swiss Air Navigation Services Ltd
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Alle Interessierten an Prüfungsdesign
Becoming an Air Traffic Controller (ATCO) includes theoretical instruction, simulator training, and on-the-job experience.
Trainees learn monitoring and managing air traffic according to an international competence standard. Trainees do formative and summative simulator sessions while being observed by their instructors.
ILIAS supports the capturing observational data and visualizes the current part of the curriculum to all involved. It is used to de-brief after sessions as well as for setting and tracking individual objectives and feed-back.
We will show these workflows and specific type of high-stakes assessment.
13h30
Auf dem Weg zur API-Architektur der Zukunft – vernetztes ILIAS mit konsistenten Schnittstellen
Präsentation 

Stanislav Wischniak, Qualitus GmbH
Tobias Koch, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Andre Günther, Minervis GmbH
Ahmed Hamouda, Freelance Developer
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Entwickler:innen, technisch interessierte Administrator:innen
- Grundlegende Kenntnisse in der Webservice-Entwicklung (REST, SOAP) und allgemeines Verständnis von Softwarearchitektur sind hilfreich, aber nicht vorausgesetzt
Viele gewachsene Systeme – auch ILIAS – stehen vor demselben strukturellen Problem: Schnittstellen entstehen über Jahre hinweg, unterschiedliche Protokolle kommen hinzu, und fachliche Logik wird an mehreren Stellen parallel umgesetzt. Was zunächst funktioniert, führt langfristig zu steigender Komplexität, hohem Wartungsaufwand und eingeschränkter Weiterentwicklungsfähigkeit.
Der Beitrag zeigt, wie wir diesen Zustand in ILIAS bewusst aufgebrochen und durch eine neue API-Architektur ersetzt haben. Im Zentrum steht eine einheitliche interne Schnittstelle als „Single Source of Truth", über die sowohl REST- als auch SOAP-Webservices angebunden werden – mit klarer Trennung zwischen fachlicher Logik und technischer Anbindung.
Basis dieser Architektur ist das Zusammenspiel von API-Gateway und SCORM-Modul: Während die fachliche Kernlogik in eigenständigen Activities gekapselt ist, übernimmt das Gateway die technische Auslieferung über REST und SOAP. Routing, Sicherheit und Protokolladaption werden zentral verwaltet; Activities werden automatisch erkannt und eingebunden, ohne zusätzlichen Konfigurationsaufwand.
Dieses Modell entstand in arbeitsteiliger Zusammenarbeit: Qualitus verantwortet das SCORM-Fachwissen, Minervis stellt die Delivery-Schicht bereit. Gefördert wird die Initiative von der HHU und ILIAS.nrw. Das Resultat ist eine standardisierte, wartbare und erweiterbare Schnittstelle, die auf weitere ILIAS-Komponenten übertragbar ist.
Anhand dieses Praxisbeispiels erhalten die Teilnehmenden übertragbare Prinzipien für gewachsene Schnittstellenlandschaften und einen Fahrplan für zukünftige Integrationen – etwa im Kontext KI-basierter Dienste. Das SCORM-Projekt steht als Blaupause: Wer Activities entwickelt, kann auf eine fertige Delivery-Infrastruktur zurückgreifen, statt isolierte Einzellösungen zu bauen.
14h00
OER einfach veröffentlichen: OERSI und ILIAS
Präsentation 
Axel Klinger, Technische Informationsbibliothek (TIB)
Sophie Matter, Technische Informationsbibliothek (TIB)
Leon Widmaier, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tim Schmitz, leifos GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Interessierte an OER
OERSI, der Open Educational Resources Search Index, ist eine Suchmaschine für offene Bildungsmaterialien (OER) in der Hochschulbildung. OERSI bietet einen zentralen Sucheinstieg für Bildungsmaterialien aus verteilten nationalen und internationalen Quellen mit zahlreichen Filtermöglichkeiten. OERSI sammelt Metadaten von Materialien ein und homogenisiert sie, um eine einheitliche Suche zu ermöglichen.
Mit ILIAS 10 stehen ILIAS Installationen als solch eine Quelle für OER bereit. Inhalte werden direkt aus ILIAS heraus als OER veröffentlicht, ohne die heimische Plattform zu verlassen.
Große Teile des Veröffentlichungsprozesses sind dabei automatisiert: Objekte, für die eine entsprechende Lizenz ausgewählt wurde, werden sowohl im öffentlichen Bereich von ILIAS bereitgestellt, als auch in einer OAI-PMH Schnittstelle zum automatisierten Einsammeln von außen. Dies kann entweder vollautomatisch, oder nach manueller Prüfung geschehen. Exportdateien werden dabei miterstellt, und stehen auch für externe Nutzende zum Download zur Verfügung.
Wir zeigen den kompletten Veröffentlichungsvorgang eines Objekts von ILIAS nach OERSI, und die dafür nötige Konfiguration in ILIAS.
14h30
Context-Aware AI in ILIAS: SURContextO and SURAgent
Präsentation 
Jesús Copado Mejías, SURLABS
Target Group:
- administrators, teachers, instructional designers, e-learning teams, developers, institutional decision-makers
- a general familiarity with ILIAS and with AI will be helpful
This presentation gives an overview of the latest developments around SURContext and SURAgent as AI tools for ILIAS. It introduces SURContextO as the simplified SURContext variant for text-based information scenarios and presents how this lightweight approach can make context-aware AI easier to adopt in educational settings. The session also showcases SURAgent’s authoring-related tools, especially for generating SCORM modules and H5P elements, and discusses how these tools can support educators and institutions in producing structured, reusable, and interactive learning content more efficiently.
13h30
Datenbank ATLAS: Einsatz von STACK-Aufgaben in digitalen Prüfungen und E-Assessment
Präsentation 
Prof. Dr. rer. nat. Jörg Horst, Hochschule Bielefeld
Dipl.-Math. (FH) Tatiana Schenck, Hochschule Bielefeld
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Hochschullehrende
Digitale Prüfungen und automatisiert bewertete Aufgaben gewinnen in der Hochschullehre zunehmend an Bedeutung. Der Vortrag stellt die Datenbank ATLAS als zentrale Sammlung und Strukturierungsumgebung für STACK-Aufgaben vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie qualitätsgesicherte Aufgaben kollaborativ entwickelt, gepflegt und für digitale Prüfungen sowie formative E-Assessment-Szenarien nutzbar gemacht werden können. Anhand konkreter Beispiele werden Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten erläutert. Teilnehmende erhalten Einblicke in organisatorische und didaktische Rahmenbedingungen sowie Anregungen für die Nutzung und Weiterentwicklung vergleichbarer Infrastrukturen.
14h00
Kompetenzen prüfen und fair bewerten mit EDUTIEK 10
Präsentation 
Christine Schätzl, Bayerisches Staatsministerium der Justiz
Fred Neumann, Databay AG
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Lehrende und Prüfende textintensiver Fächer, E-Learning-Support
In nahezu allen Fachbereichen und Ausbildungsinstanzen besteht eine Kernkompetenz darin, umfangreiche Fachtexte zu verfassen, die im Prüfungskontext einer gutachterlichen Bewertung unterzogen wird. Auch vor dem Hintergrund des Einsatzes erlaubter und reflektierter KI-Unterstützung bleibt der textbasierte Nachweis von Kompetenzen in fachlicher, sprachlicher und formeller Hinsicht seitens der Prüflinge von Bedeutung. Auf der Seite der Prüfungsinstanz und des Prüfenden ist ein Werkzeug gefordert, das der tradierten Bewertungsweise weitgehend entspricht und administrative wie rechtssichere Prüfungsprozesse zu unterstützen vermag.
Das ILIAS-Plugin EDUTIEK ermöglicht textbasierte Prüfungen mit vielseitigen Hilfsmitteln, umfangreichen Online-Korrekturfunktionen sowie kriterien- und gleichbehandlungsorientierten Bewertungsformaten und Korrekturprozessen.
Wir demonstrieren, wie die neuen Funktionen in EDUTIEK 10 für unterschiedliche Szenarien genutzt werden können. Nunmehr können mit Teilaufgaben verschiedene Prüfungsthemen und getrennt voneinander bewertet werden. Eine erweiterte Textformatierung ermöglicht neue Aufgabentypen, z.B. zum Befüllen von Tabellen. Bewertungskriterien und Gutachten-Vorlagen geben Hilfestellung im Korrekturprozess. Bei großen Unterschieden in Erst- und Zweitkorrektur kann ein formeller Einigungsprozess oder eine Dritt-Korrektur als Stichentscheid erfolgen. Darüber hinaus lässt sich EDUTIEK für Übungen mit gegenseitigem Feedback verwenden.
Neben der funktionalen Beschreibung des Produktes gibt der Beitrag auch einen Einblick in den Entwicklungsprozess mit hierzu eingegangener Kooperation, das Vorgehen zur Erhebung der Anforderungen und sukzessiven Testung samt Einbeziehung der künftigen Nutzergruppen sowie die vorbereitenden Überlegungen für einen sicheren Betrieb.
14h30
Von der Prüfungsmaschine zum Prüfungsökosystem: Einblicke in Tools für Qualität und Effizienz in Prüfungsprozessen
Präsentation 
Andrea Klein, Universität zu Köln
Anja Löwe, Universität zu Köln
Nadimo Staszak, Universität zu Köln
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Interessierte an digitalen Prüfungen und E-Assessments
Digitale Prüfungen sind mehr als ihre Umsetzung in einem Prüfungssystem. Sie entstehen in einem Zusammenspiel aus Planung, Abstimmung, Qualitätssicherung, Durchführung und Nachbereitung – kurz: in Prüfungsprozessen, die aktiv gestaltet werden können.
In diesem Beitrag geben wir Einblicke in ein wachsendes Prüfungsökosystem an unserer Hochschule und zeigen, wie unterschiedliche Tools dazu beitragen, Qualität und Effizienz in diesen Prozessen zu unterstützen:
- eine inhouse entwickelte ManageApp zur Planung, Prozessbegleitung und strukturierten Kommunikation mit Lehrenden,
- KI-gestützte Anwendungen, die in der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Prüfungen erprobt werden,
- sowie das ILIAS-Prüfungsstudio als Raum für die semesterübergreifende Vorbereitung und Reflexion von Prüfungen.
Der Beitrag versteht sich als kompakter „Sneak Peek“ und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken: Wie kann aus der Prüfungsmaschine ein Prüfungsökosystem werden?
13h30 - 15h00
Willkommen an Bord! ILIAS von A bis Z: Entwicklung und Community kennen und verstehen lernen
Workshop 

Alina Seibt, ILIAS open source e-Learning e.V.
Tomke Fries, Leibniz Universität Hannover
Marcel Domanski, TUEV NORD AG
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Neue Vereinsmitglieder, neue Community-Mitglieder
- ILIAS-Einsteiger:innen (Lehrende, Administrierende) und neue ILIAS-Entwickler:innen
Willkommen an Bord der ILIAS-Community.
Mit der Teilnahme an diesem Workshop haben Sie das All-Inclusive-Paket gebucht. Wir verfügen über ausreichend Bordmittel, damit Sie von unseren Erfahrungen im Umgang mit ILIAS profitieren können.
Mit uns brauchen Sie sich nicht sorgen, den Anschluss zu verpassen, denn wir bringen die Community zusammen. Und wenn Sie einen Blick hinter die Kulissen und in die Technik werfen wollen, dann erklären wir Ihnen hier und heute gerne, wie die Entwicklung von ILIAS ausschaut und wie Sie sich beteiligen können.
Kurzum: dieser Workshop ist wie für Sie gemacht, wenn Sie neu hier sind und mit uns direkt ins ILIAS-Universum starten wollen.
13h30 - 15h00
KI-Assistenten für ILIAS: Anforderungen gemeinsam aus der Praxis entwickeln
Workshop 
Dr. Norbert Bromberger, Qualitus GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Anwender:innen, E-Learning-Verantwortliche, Administrator:innen, Personalentwickler:innen, Organisationsverantwortliche
- Interessierte an praxisnahen KI-Anwendungsfällen im LMS-Kontext
KI ist derzeit in nahezu allen Organisationen ein zentrales Thema. Auch in Gesprächen mit Kunden rund um ILIAS zeigt sich ein klares Bild: Das Interesse an KI-Lösungen wächst spürbar. Besonders gefragt sind derzeit Lösungen, die die Nutzung bestehender ILIAS-Funktionen vereinfachen und administrative Tätigkeiten gezielt unterstützen – vergleichbar mit Assistenten wie Rovo im Atlassian-Umfeld.
Beispielhafte Anfragen in diesem Kontext sind:
- „Lege fünf Kurse auf Basis einer Vorlage in einer bestimmten Kategorie an“, „Wer hat in den letzten zwei Jahren keinen Kurs absolviert?“ oder
- „Welche Mitarbeitenden im Vertrieb haben das Pflichttraining noch nicht abgeschlossen?“.
Der Workshop greift diese Entwicklung auf. Nach einem kurzen Einblick in erste Umsetzungsbeispiele erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam weitere Anforderungen, Bedarfe und Ideen für administrative KI-Anwendungsszenarien in ILIAS. Die Perspektive der ILIAS-User steht dabei bewusst im Mittelpunkt: Ausgehend von realen Herausforderungen wird gemeinsam ein praxisnahes Bild möglicher KI-Assistenzfunktionen entwickelt.
Der Beitrag versteht sich damit nicht nur als Impuls zur Weiterentwicklung KI-gestützter Unterstützung im ILIAS-Umfeld, sondern vor allem als kollaboratives Arbeitsformat. Die Teilnehmenden bringen ihre Erfahrungen, Fragen und Erwartungen ein und formulieren gemeinsam, wo KI im administrativen Alltag einer Lernplattform den größten Nutzen entfalten kann.
15h00 - 15h30 Kaffeepause
15h30
16h00
16h30
15h30 - 17h00 (je 15 Minuten)
TwoFactorLocalAuth: Der zweite Faktor für Ihre ILIAS-Plattform
Lightning Talk 

Simon Lowe, Databay AG
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Administrator:innen, Entwickler:innen, technisch Interessierte
In diesem Beitrag wird die Funktionsweise des Databay Plugins "TwoFactorLocalAuth" aufgezeigt und erklärt, wie es eingesetzt werden kann, um die Anmeldung mit der ILIAS Authentifizierung durch einen zweiten Faktor abzusichern. Es werden die Anwendungszenarien präsentiert, die mit dem Plugin abgedeckt werden können, zu denen auch die Verwendung von Sammelkonten zählt. Außerdem wird eine beispielhafte Konfiguration des Plugins gezeigt.
Da auf den meisten ILIAS-Installationen neben einer externen Authentifizierungsmethode für lokale Konten weiterhin die ILIAS-Authentifizierung verwendet wird, bleibt das Plugin auch bei der Verwendung eines SSO relevant.
Aus dem offenen Bereich in die Anmeldung
Lightning Talk 

Kolja Brümmer-Schoon, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Interessierte an ILIAS in der betrieblichen Weiterbildung
Im öffentlichen Bereich macht die BGW für unterschiedliche Zielgruppen Lernangebote. Von diesen offen zugänglichen Angeboten wird mittels Shortlinks und Codes einerseits oder mit Rechtekonfiguration und Seiteneditor andererseits ein einfacher und ansprechender Übergang zu den anmeldepflichtigen Angeboten geschaffen.
Dieser Vortrag zeigt die beiden Wege im Detail auf: Welche Möglichkeiten ILIAS bietet, um Personen zur Anmeldung zu motivieren.
Die Plattform authentifiziert per SSO gegen das Portal der BGW.
Indexing ILIAS: AI-powered Search for LMS
Lightning Talk 

Daniel Kipp, Kröpelin Projekt GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Lehrende, Verantwortliche in der IT, E-Learning-Support
Die Erwartungen der Nutzer, KI-Funktionen in digitalen Produkten vorzufinden, steigen. Diese Erwartungen sind jedoch oft vage, und die Herausforderung besteht darin, sinnvolle Anwendungsfälle anzubieten und zu kuratieren.
Wir stellen unsere Implementierung eines grundlegenden KI-Plugins für ILIAS vor, das verschiedene konkrete Anwendungsszenarien ermöglicht. Dies wird konkret am Beispiel unseres Chat-Plugins veranschaulicht.
Das Plugin ermöglicht die Zusammenfassung von Plattforminhalten, die Verweisung auf geeignete Lernmaterialien oder die Navigation dorthin sowie die Nutzung des Chatbots als „Sparringspartner“. Nutzer haben Zugriff auf vertraute Funktionen wie einen individuellen Chat-Verlauf, eine intuitive Bedienung und ein anpassbares Design.
Resilo AI Plugin: Personalisierte KI-Assistenz nativ in ILIAS – Praxisbericht aus Pflege und Hochschule
Lightning Talk 

Denis Mrksa, Resilo (Resilience Digital Solutions GmbH)
Julian Werner, Resilo (Resilience Digital Solutions GmbH)
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Betreiber:innen, E-Learning-Verantwortliche, Lehrende, Entscheidungsträger
ILIAS wird in vielen Organisationen heute primär als digitale Ablage genutzt – Dateien hochladen, Kurse verwalten, fertig. Das Potenzial der Plattform für aktives, personalisiertes Lernen bleibt dabei oft ungenutzt. Genau hier setzt das Resilo AI ILIAS Plugin an.
Das Plugin hat direkten Zugriff auf alle kursrelevanten Materialien des eingeloggten Nutzers. Die KI antwortet ausschließlich auf Basis dieser freigegebenen Inhalte. Kein manuelles Einpflegen durch Lehrende, keine unkontrollierten Außenquellen, stark reduzierte Halluzinationsgefahr. Rollenbasiert: Lernende sehen nur, wofür sie berechtigt sind.
Im Vortrag berichten wir aus zwei laufenden Pilotprojekten.
Wir zeigen konkret: Wie sieht das Plugin in der Praxis aus? Wie wird die Wissensbasis aufgebaut? Welche didaktischen Entscheidungen stecken dahinter? Und was hat funktioniert – was nicht?
Usability-Testing in ILIAS
Lightning Talk 

Kseniia Gribchenko, leifos GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Entwickler:innen, Konzepter:innen
- Interessierte an Entwicklungsprozessen und Usability
Usability-Tests liefern nicht nur Ergebnisse zu den gestellten Aufgaben, sondern auch Reaktionen aus dem Umfeld der Tests von Entwicklerinnen, Konzepterinnen und Auftraggeberinnen.
Im ersten Teil werden
- entwicklungsbegleitetes Usability-Testing als kontinuierlicher Prozess vorgestellt
- Methode und Organisation eines Testdurchlaufs erläutert
- verbreitete Missverständnisse über Usability und Usability-Testing in ILIAS, die uns in der Praxis begegnet sind besprochen
Wir zeigen, dass es oft keine grundlegenden Neuentwicklungen braucht, um die Usability spürbar zu verbessern. Häufig reichen bereits kleine, gezielte Anpassungen, um die Nutzung deutlich intuitiver zu gestalten.
15h30
Plugin-Lösung „Semantisches Netzwerk“ - die Lernkarte für die (digitale) Lernfabrik der TU Braunschweig
Präsentation 
Dr.-Ing. Gabriela Ventura Silva, TU Braunschweig
Franziska Senze, Kröpelin Projekt GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Lehrende, E-Learning-Support, Administrator:innen, Entwickler:innen
Das Semantische Netzwerk (SemanticNetwork) ist ein interaktives Visualisierungs-Tool für ILIAS-Kurse. Es bietet eine grafische Übersicht der möglichen Lernpfade innerhalb eines Kurses und macht den individuellen Lernfortschritt auf einen Blick erkennbar. Wir zeigen die Funktion des Plugins und stellen dessen Anwendung im Kontext der digitalen Lernfabrik der TU Braunschweig vor. Aus dem Sommersemester 2026 gibt es bereits erste Erfahrungen in der Anwendung durch die Studierenden. Außerdem skizzieren wir Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Integration in den ILIAS-Core.
16h00
Mit dem DidacticTemplateBuilder zur einfachen Erstellung von didaktischen Vorlagen
Präsentation 
Simon Lowe, Databay AG
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Objekte und Rechtesystem in ILIAS sollte bekannt sein
- Administrator:innen, Entwickler:innen, E-Learning-Support
Diejenigen, die bereits einmal eine Didaktische Vorlage (Didactic Template) erstellt haben, wissen, dass diese lediglich per XML-Code geschrieben und anschließend in ILIAS importiert werden können. Wenn das Testing zeigt, dass es einen Fehler im Code gibt, muss dieser angepasst und erneut importiert werden. Außerdem müssen die Bezeichner für Objekttypen und Rechte bekannt sein. Hier setzt das Plugin "DidacticTemplateBuilder" an: Mit dem Plugin können Didaktische Vorlagen über die Benutzungsoberfläche erstellt und verwaltet werden.
Didaktische Vorlagen können vielseitig eingesetzt werden, um das Rechte-Setting eines Objekts mit einem Klick anzupassen oder auch direkt bei der Erstellung des Objekts vorzugeben. So wurden aus der Community z.B. Vorlagen für die Erstellung von studentischen Lerngruppen, FAQ-Foren oder auch versteckten Objekteblöcken in der Vergangenheit erarbeitet. Wir erhoffen uns, dass die Funktion einen noch breiteren Einsatz findet, wenn die Hürde der Erstellung von Didaktischen Vorlagen gesenkt wird.
Im Beitrag wird kurz auf die allgemeine Funktionsweise von Didaktischen Vorlagen und deren Vorteile eingegangen, bevor der herkömmliche Erstellungsprozess mit dem Vorgehen im Plugin verglichen wird. Anschließend wird die Benutzungsoberfläche des Plugins gezeigt, die alle Möglichkeiten bereitstellt, die auch per XML-Code konfiguriert werden können. Zum Schluss gibt es einen Ausblick zu Weiterentwicklungsmöglichkeiten.
16h30
Maßgeschneidert statt von der Stange: Wie KROHNE mit ILIAS die Freiheit der Open-Source-Welt nutzt
Präsentation 
Steffen Brauers, KROHNE Messtechnik GmbH
Carsten Amelingmeyer, Qualitus GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Interessierte an Automatisierungsprozessen
Der Praxisbericht verdeutlicht, wie durch den gezielten Einsatz und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Open-Source-Lösung ILIAS hochgradig individualisierte und zukunftsfähige Lernökosysteme geschaffen werden können – ein Ansatz, der mit standardisierten Cloud-Lösungen in dieser Tiefe kaum realisierbar ist.
Der Beitrag thematisiert dabei die Erfahrungen des internationalen Unternehmens KROHNE, der seit über 15 Jahren konsequent auf ILIAS als strategische Lernplattform setzt und diese gezielt weiterentwickelt, um maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Anforderungen zu realisieren.
So wurden zentrale Funktionalitäten nicht nur genutzt, sondern aktiv mitgestaltet – etwa durch die Mitentwicklung und Co-Finanzierung von Erweiterungen wie dem BusinessUserInterface- und dem Teams-Plugin. Darüber hinaus sorgen individuelle Anpassungen, beispielsweise in der Kurssuche und -vormerkung, für eine moderne User Experience und eine hohe Nutzerakzeptanz.
Auch im Bereich Governance und Compliance zeigt sich die Stärke dieses Ansatzes: Die internationale Ausrichtung erfordert eine präzise Steuerung des Zugriffs auf Inhalte. Durch gezielte Anpassungen von ILIAS können Nutzer differenziert anhand von IP-Adressen, Domains oder Organisationszugehörigkeiten gesteuert werden. Perspektivisch wird dieser Ansatz durch die Automatisierung von Sanktionslistenprüfungen weiter ausgebaut, um regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen und unerlaubten Wissenstransfer zu verhindern.
15h30
Die Prinzipien zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in ILIAS und ihre Bedeutung aus der Sicht einer Plugin-Entwicklung
Präsentation 
Alexander Killing, leifos GmbH
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Entscheidungsträger bzgl. KI-Einsatz und -Entwicklung sowie Personen, die diese Technologien in der Praxis nutzen
Der Beirat des ILIAS-Vereins hat Prinzipien zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in ILIAS erarbeitet. Die Prinzipien wurden Anfang 2026 mehrheitlich von Beirat und Mitgliederversammlung als Richtlinien für Einsatz und Entwicklung von KI-Funktionalitäten in ILIAS beschlossen. Kernthemen sind Handlungssouveränität, Mehrwert für Lehre und Lernen, Transparenz und Datenschutz, Integrierbarkeit, Offenheit und Nachhaltigkeit.
Diese Ziele stellen bereits ohne die Nutzung von KI hohe Herausforderungen an Softwareentwicklung und deren Anwendung. Die Anbindung und Integration von KI-Systemen erhöht diese Herausforderungen in vielen Aspekten. Die Komplexität der Datenströme wird erhöht, die Generierung von Daten auf Basis anderer Daten und die zunehmende Teil- oder Vollautomatisierung von KI-Agentensystemen erschwert in vielen Bereichen die Transparenz.
Auch wenn in der Diskussion der Prinzipien das Hauptaugenmerk auf Entwicklungen im ILIAS-Kern und möglich Entscheidungen im Jour Fixe lag, werden sich auch Plugin-Entwicklungen diesen Anforderungen stellen müssen. Der Vortrag beleuchtet einige Aspekte und Umsetzungen anhand einer konkreten Plugin-Entwicklung und versucht eine kritische Diskussion rund um die Berücksichtigung der Prinzipien in zukünftigen Entwicklungen, sei es im Kern oder in Plugins, anzuregen.
16h00
Akzeptanz statt Hype: KI-Werkzeuge in ILIAS didaktisch und organisatorisch fundiert einführen
Präsentation 
Dr. Maja Bärenfänger, Justus-Liebig-Universität Gießen
Mirco Hilbert, Justus-Liebig-Universität Gießen
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- E-Learning-Teams, Projektleitungen sowie ILIAS-Administrierende und -Entwickelnde
Der Beitrag zeigt am Beispiel der Justus-Liebig-Universität Gießen, wie KI-Werkzeuge in ILIAS so eingeführt werden können, dass sie über einen kurzfristigen KI-Hype hinaus zu einem nachhaltig akzeptierten, didaktisch reflektierten und qualitätsgesicherten Bestandteil der Lehre werden. Im Fokus stehen weniger technische Details als ein übertragbares Einführungs- und Verstetigungskonzept. Es reicht vom initialen Pilotprojekt über eine hochschulweite Pilot- und Evaluationsphase bis zur Skalierung in den Regelbetrieb. Der Bericht adressiert zentrale Fragen verantwortungsvoller Implementierung (Akzeptanz, Support, Qualitätssicherung, Feedbackschleifen, organisatorische Rahmung) und macht sichtbar, wie durch Community-Building, begleitende Qualifizierung sowie qualitative und quantitative Evaluation sowohl Nutzungskompetenz als auch kritische Reflexion im Umgang mit KI gefördert werden können.
Durch unseren Erfahrungsbericht möchten wir ein Beispiel einer gelungenen universitätsweiten Einführung eines neuen ILIAS-Plugins geben und aufzeigen, dass ein didaktisch sinnvoller Einsatz digitaler Werkzeuge (egal ob KI-Chats, Whiteboards oder interaktive Videos) eine Gemeinschaftsaufgabe von Lehrenden, Studierenden, Entwickler:innen, medientechnischem und mediendidaktischem Support ist. Im Beitrag stellen wir konkret vor, welche zentralen Schritte und Bausteine bei der Einführung der KI-Werkzeuge „KI-Chat“ und „KI-Assistenten“ (als Teil des ILIAS-Plugins „LfAssistant“) an der Universität Gießen dazu beigetragen haben, aus einem Tool für ein einzelnes Pilotprojekt ein nachhaltig verankertes und sinnvoll genutztes Werkzeug für die Lehre der gesamten Universität zu machen.
ILIAS steht dabei im Zentrum als Plattform, in der die KI-Werkzeuge tatsächlich im Lehr-/Lernalltag eingesetzt, getestet, weiterentwickelt und evaluiert wurden. Der Vortrag zeigt, wie ILIAS nicht nur „Ausspielkanal“ für KI-Funktionen ist, sondern als organisatorischer und methodischer Rahmen für Supportmaterialien, Kommunikation und Feedback (z. B. über zentrale Hilfeseiten, strukturierte Umfragen, kursspezifische Szenarien) genutzt werden kann.
16h30
From Rapid Content Creation to Contextualized Learning: Leveraging the NOLEJ AI Plugin in ILIAS for Industry-Specific Training Demands
Präsentation 
Sarah Schmidt, University of Padua, Italy
Target Group:
- E-learning managers, instructional designers, LMS administrators, L&D professionals
- basic understanding of digital or LMS-based learning; familiarity with blended learning is beneficial
The increasing adoption of Generative Artificial Intelligence (GenAI) in corporate training highlights a central challenge: while contributing to learning effectiveness and content development efficiency, its value depends on how well it is contextualized to industry-specific demands. This presentation demonstrates how the NOLEJ AI plugin in ILIAS can be leveraged to transform AI-generated content into context-aware learning experiences. Participants gain practical, transferable insights to apply these approaches in their own training contexts.
Based on a small-scale study with qualitative interviews, four key requirements for effective contextualization are identified: reliable, expert-validated content, the deliberate choice of appropriate learning designs, learner pre-assessment to address prior knowledge and group heterogeneity, and targeted verification of knowledge retention. These are conceptualized across four dimensions: learning subject, learning design, learner diversity, and validation requirements.
The presentation shows how these principles can be operationalized using the NOLEJ plugin, enabling structured, interactive, and context-sensitive learning formats. Concrete use cases illustrate how its application can be tailored to different corporate training scenarios, including compliance-driven, hands-on skill-oriented, individual development-focused, and scalable-standardized training.
The session concludes with a critical reflection on transferability across industries and invites participants to consider how context-aware GenAI can be applied in their own organizational settings.
15h30
Flach und bunt. ILIAS-Installation der BG Verkehr
Präsentation 
Pawel Babel, BG Verkehr
Christina Weber, BG Verkehr
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Interessierte an Usability und GUI
Die Teilnehmenden werden in diesem Vortag die Benutzeroberfläche der ILIAS-Installation der BG Verkehr kennenlernen. Der Fokus des Vortrags liegt auf der Benutzerfreundlichkeit und Ästhetik des Lernangebots. Ebenfalls wird darauf eingegangen, wie die ILIAS-eigenen Mittel sinnvoll und update-sicher benutzt werden können. Die wenigen für die BG Verkehr programmierten Plugins werden erläutert.
16h00
Content Style in ILIAS: Struktur, Klarheit und Nutzerorientierung in der Praxis
Präsentation 
Jonas Boer, Deutsche Rentenversicherung Bund
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- ILIAS-Administrator:innen, E-Learning-Verantwortliche
- Interessierte an nutzerzentrierter Content-Gestaltung
In vielen ILIAS-Installationen wachsen Inhalte über Jahre hinweg organisch – häufig mit uneinheitlichen Strukturen, variierenden Layouts und unterschiedlichen Qualitätsniveaus. Dies erschwert nicht nur die Pflege, sondern wirkt sich auch negativ auf die Nutzer*innenerfahrung aus.
Im Rahmen eines Projektvorhabens der DRV Bund wurde ein Content-Style-Konzept entwickelt, das klare Leitlinien für die Struktur und die Gestaltung von Inhalten in ILIAS definiert. Ziel war es, die Benutzer*innenführung zu verbessern, die Orientierung im Seiteneditor zu erleichtern und damit die Content-Erstellung für Autorinnen und Autoren zu vereinfachen.
Der Beitrag gibt Einblicke in:
- Die Ausgangssituation und identifizierte Herausforderungen
- Zentrale Prinzipien des entwickelten Content-Styles
- Konkrete Maßnahmen zur Standardisierung und Qualitätssicherung
- Erste Erfahrungen aus der praktischen Nutzung
16h30
Kompetenzmanagement in ILIAS: (geheime) Talente sichtbar machen
Präsentation 
Wiebke Assenmacher, Hochschule Bielefeld
Milva Mahnke, Hochschule Bielefeld
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Nutzer:innen der Kompetenzfunktion in ILIAS
Die Funktion zum Kompetenzmanagement in ILIAS bildet ein zentrales Herzstück verschiedener Projekte und Einsatzszenarien. Sie unterstützen bei der Ausbildung von (studentischen) Mitarbeitenden, bei der Förderung von Future Skills oder der Bereitstellung von Reflexionsinstrumenten. Dieser Workshop lädt dazu ein, nicht nur die Einsatzkontexte anderer kennenzulernen, sondern auch die eigenen vorzustellen. So soll ein Überblick über die aktuelle Nutzung des Kompetenzmanagement-Tools geschaffen sowie Anregungen zu dessen Weiterentwicklung gesammelt werden.
15h30 - 17h00
EDUTIEK Innovationsworkshop
Workshop 
Volker Reuschenbach, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Fred Neumann, ILIAS open source e-Learning e.V.
Fabian Wolf, ILIAS open source e-Learning e.V.
Zielgruppe & Vorkenntnisse:
- Anwender:innen von EDUTIEK, Lehrende und Prüfende aller Fächer
- E-Learning-Support, E-Prüfungen-Support
Das ILIAS-Plugin EDUTIEK wird an mehreren Hochschulen bereits produktiv für textbasierte Prüfungen eingesetzt. Finanziert durch die Ministerien der Justiz in Nordrhein-Westfalen und Bayern lag der Fokus im laufenden Projekt auf der Durchführung und Korrektur juristischer Staatsexamen.
Gleichzeitig wurde EDUTIEK, gefördert durch die Universität Freiburg, um Funktionen ergänzt, die es für Prüfungen in anderen Fächern interessant machen. Zur Unterstützung von Teilaufgaben wurde das Plugin grundlegend neu aufgebaut, so dass es in Zukunft auch neue Aufgabentypen realisieren und miteinander kombinieren kann.
Als konkreter Anwendungsfall kommen beispielsweise Prüfungen an Hochschulen für den öffentlichen Dienst in Betracht, in welchen formal korrekte Registereintragungen vorzunehmen sind, Formulare auszufüllen oder Ähnliches und dies anschließend Gegenstand einer Bewertung ist. In den Geisteswissenschaften kann die Annotation von Medien Prüfungsgegenstand sein. Die Nutzung von KI gilt es nicht in jedem Falle zu verhindern; vielmehr kann diese selbst Gegenstand der Prüfung sein wie z.B. in Form aufgezeichneter Chats, die anschließend kommentiert und bewertet werden. Spannend ist auch die Frage, inwieweit über EDUTIEK eine assistierende Korrektur ermöglicht und prüfungsrechtlich konform eingesetzt werden könnte.
Der Workshop ist offen angelegt. Wir bereiten Ansätze solcher Szenarien vor, greifen aber gerne Ideen auf, die aus der Community mitgebracht werden. Je nach Teilnehmerzahl arbeiten wir in Gruppen oder gemeinsam daran.
Neben neuen Szenarien möchten wir auch allgemeine Fragen zur weiteren Ausrichtung von EDUTIEK diskutieren. Sollen in Zukunft geschlossene Antwortformate wie Multiple Choice unterstützt werden? Wie kann EDUTIEK auch in anderen Lernmangagementsystemen oder in einer Cloud Anwendung finden, Welches organisatorisches Modell sichert die nachhaltige und qualitätsgesicherte Weiterentwicklung am besten?
17h00 - 17h30 Abschluss der ILIAS-Konferenz
17h00
CONF-2 A-17
Abschluss der Konferenz & Einladung zur ILIAS-Konferenz 2027
Matthias Kunkel, Bettina Solzbacher

